Handwerk mit Spitzenjahr 2011
2011 war für das Handwerk in Unterfranken ein konjunkturelles Spitzenjahr. Im Jahresdurchschnitt lag der Geschäftsklimaindex bei nahezu 90 Prozent. Selbst im vierten Quartal 2011 bezeichneten 89,8 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend. Im Vergelich zum Vorjahreszeitraum bedeutet dies ein Plus von 5,1 Prozentpunkten.
Der bislang milde Winter bescherte vor allem den Bauhandwerkern volle Auftragsbücher, aber auch im Kfz-Bereich und bei den Handwerken für den gewerblichen Bedarf ist die Geschäftslage gut.
Etwas getrübt ist sie hingegen bei den Nahrungsmittelhandwerkern. Insgesamt 74,4 Prozent der Betriebe bezeichnen hier ihre Geschäftslage noch als gut oder befriedigend. Die Branche kämpft mit der zunehmenden Orientierung der Kunden hin zu großen Supermärkten. Hugo Neugebauer, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken und selbst Metzgermeister: "Wir setzen weiterhin auf Qualität und Kundennähe. Ich bin mir sicher, dass sich das irgendwann auszahlen wird."
Regionale Unterschiede
Im vierten Quartal 2011 zeigten sich regional gesehen leichte konjunktuelle Unterschiede. Am Bayerischen Untermain liegt der Geschäftsklimaindex bei 89,9 Prozent, was einer Steigerung zum Vorjahresquartal um 6,6 prozentpunkte entspricht.
In der Region Würzburg bewerteten mit 87,9 Prozent weniger Betriebe ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend. Anders die Region Main-Rhön: sie liegt mit 91,2 Prozent an der Spitze in Unterfranken.
online seit 13. Jan 2012, aktualisiert am 13. Jan 2012
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