Wichtige Arbeitsplätze für behinderte Mitmenschen

Handwerkskammerpräsident besucht Einrichtung Maria Bildhausen

Zu einem Informationsbesuch und Meinungsaustausch besuchte der Handwerkskammer- Präsident Hugo Neugebauer die Einrichtung Maria Bildhausen. Seit Kindes Beinen kennt Hugo Neugebauer nach eigener Aussage Maria Bildhausen, schließlich liege sein Wohnort Großeibstadt nur wenige Kilometer entfernt. Doch in den Werkstätten und weiteren Innenbereichen war er noch nie. In Begleitung von Gesamtleiter Rainer Waldvogel, Schwester Oberin Werenfried, Heimleiter Thomas Hahn, Werkstättenleiter Horst Scheibenberger sowie den Unternehmern Roland Reß aus Bad Königshofen, der den Besuch arrangiert hatte, und Stefan Günther aus Bad Neustadt, informierte sich der Gast zunächst in der Werkstätte.


Die Werkstatt hat vier Standbeine: In der Eigenfertigung (Holzbearbeitung und Holzverarbeitung, Tonen, Korbflechten) werden eigene Ideen realisiert, hochwertige Produkte entwickelt und produziert und teils sogar überregional vertrieben. Im Holzbereich wird auch sehr eng mit der Möbelindustrie kooperiert. Ein weiterer Produktionsschwerpunkt liege in der Montage von Teilen für die Kunststoff- und Metallindustrie. Der Dienstleistungsbereich schließlich übernehme, so Horst Scheibenberger, für Gemeinden, Firmen und Privatkunden landschaftspflegerische Arbeiten. Auch in der Metzgerei, Gärtnerei und Großküche seien behinderte Menschen beschäftigt.


Eine Vermittlung der hier beschäftigten behinderten Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt sei jedoch sehr schwierig, da viele der Beschäftigten aufgrund ihrer Behinderung nur eingeschränkt, teils nur an individuellen Arbeitsplätzen, einsetzbar seien. Außerdem zeige der Arbeitsmarkt wenig Bereitschaft, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen. In Maria Bildhausen arbeiten derzeit 183 Menschen mit Behinderung, die überwiegend im Heim wohnen. Im Wohnbereich mit derzeit 193 Betreuten informierte Heimleiter Thomas Hahn über die unterschiedlichen Wohngruppen.


In seinem Fazit betonte Hugo Neugebauer, dass er eine Menge dazugelernt habe. „Wir stehen auf der Sonnenseite des Lebens und vergessen gerne die andere Seite, wo es behinderte Menschen gibt, die betreut und sinnvoll beschäftigt werden müssen. Die Arbeit einer Einrichtung wie Maria Bildhausen sei deshalb für unsere Gesellschaft unverzichtbar," so Neugebauer.

online seit 11. Sep 2008, aktualisiert am 17. Sep 2009

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