Breitband Initiative Bayern will Versorgung mit schnellem Internet vorantreiben

Betriebe, die schnellen Internetzugang benötigen, sollen Breitband-Bedarf an Gemeinde melden
In Bayern nimmt die Internetnutzung immer stärker zu. Im letzten Jahr stieg der Anteil der Nutzer um 7 % auf nun 67 %. Zwei Drittel davon verfügen über einen schnellen Breitband-Zugang, meist per DSL. Das übrige Drittel geht noch per ISDN, Modem oder einen sonstigen langsamen Zugang ins Netz.
Im Flächenstaat Bayern wie auch in Unterfranken gibt es außerhalb der Städte hinsichtlich der Breitbandversorgung noch viele weiße Flecken. In Deutschland wird Breitband oft mit DSL gleichgesetzt. DSL basiert auf dem Telefonnetz und hat seine Stärken innerhalb einer Distanz von 5 km vom letzten Hauptverteiler. Aufgrund der physikalischen Eigenschaften der kupferbasierten Telefonkabel „verhungert" ein Breitbandsignal danach, während schmalbandige Telefonsignale ohne Qualitätsverlust nutzbar bleiben. Alternativen zu DSL sind zum Beispiel nichttleitungsgebundene Übertragungswege wiel Funk- oder Satellitenbasierte Breitbandzugänge.
Vor allem im ländlichen Raum gibt es sehr viele Telefonanschlüsse, die mehr als 5 km vom letzten Hauptverteiler entfernt liegen und deshalb kein DSL erlauben. Davon betroffen sind Privathaushalte wie Unternehmen. Dabei ist die Nutzung eines (schnellen) Internets heute im betrieblichen Alltag nahezu ein Selbstverständlichkeit. Viele Firmen betreiben neben ihrem Kerngeschäft auch Internethandel und wickeln Bestellvorgänge - auch mit ihren Lieferanten - komplett über das Internet ab. Viele Software-Updates funktionieren nur noch online. Die Bürgermeister ländlicher Kommunen erkennen, dass breitbandiges Internet für die Gemeinden ein wichtiger Standortfaktor ist und so selbstverständlich sein sollte wie die Stromversorgung.
Betriebe sollen Breitband-Bedarf melden
Die Breitband Initiative Bayern, der auch der Bayerische Handwerkstag angehört, hat es sich zur Aufgabe gemacht, das bisherige „Stadt-Land-Gefälle" zu reduzieren und die Breitbandversorgung des ländlichen Raumes zu verbessern. Darüber hinaus informiert sie Bürgermeister und sogenannte „Breitbandpaten" über technische Alternativen zum Telefonnetz basierten DSL-Breitband. Um für jede Gemeinde individuelle Breitbandlösungen entwickeln und kostendeckend umsetzen zu können, ist jedoch eine Mindestzahl von Teilnehmern erforderlich. Je mehr Privathaushalte und Unternehmen ihr Interesse an einem zügigen Anschluss kundtun, desto schneller kann die Gemeinde die erforderlichen Schritte einleiten und schnelle Breitbandzugänge auch in peripher gelegenen Ortschaften Unterfrankens realisieren.
Auf Einladung der Regierung von Unterfranken wurden bei der Regionalen Breitbandmesse in Veitshöchheim am 22. Juli die Gemeindeoberhäupter über alternative technische Lösungen sowie mögliche Fördermittel informiert. Um die Umsetzung zu beschleunigen, sind zunächst örtliche Ist- und Bedarfsanalysen zu erstellen. Betriebsinhaber wie Privathaushalte, die einen Breitbandzugang benötigen, sollten ihren Bedarf der Gemeindeverwaltung bzw. - sofern bekannt - dem Breitbandpaten mitteilen. Die konkreten Anforderungen werden dann in einer Online-Datenbank der Breitband Initiative erfasst.
Informationen zur Breitband Initiative Bayern finden Sie unter www.breitband.bayern.de.
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online seit 23. Sep 2008, aktualisiert am 08. Nov 2011
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