EU-Zulassung für selbstschlachtende Metzgereien bis zum 31. Dezember 2009

Freuten sich gemeinsam über die EU-Zulassung der Landmetzgerei Neugebauer in Großeibstadt, (v.l.n.r): Metzgermeister Horst Schömig, Kreishandwerksmeister Würzburg Stadt und Land, Metzgermeister Hugo Neugebauer, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer und Hauptgeschäftsführer Rolf Lauer. (Foto: Andreas Klaeger)Lupe
Freuten sich gemeinsam über die EU-Zulassung der Landmetzgerei Neugebauer in Großeibstadt, (v.l.n.r): Metzgermeister Horst Schömig, Kreishandwerksmeister Würzburg Stadt und Land, Metzgermeister Hugo Neugebauer, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer und Hauptgeschäftsführer Rolf Lauer. (Foto: Andreas Klaeger)

Als Vorbild die Zukunft sichern

"Es war ein hartes Stück Arbeit - aber nun bin ich froh, dass wir es geschafft und die EU-Zulassung für unseren Betrieb erhalten haben." Erleichtert äußerte sich Metzgermeister Hugo Neugebauer, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, bei der Entgegennahme der EU-Zulassung für seine Landmetzgerei in Großeibstadt aus der Hand von Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer.

Zugleich dankte Nezugebauer der Regierung für die stets sehr kompetente und faire Betreuung durch die zuständigen Fachabteilung und deren Leiter Dr. Gottfried Kohlmeyer. Es habe zweimonatiger Arbeit bedurft und sei nicht ganz einfach gewesen, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, um die hohen Anforderungen zu erfüllen. Zum Glück habe sein Sohn Marco EDV-technisch alles im Griff. Die regelmäßigen Dokumentationspflichten im Rahmen eines „Eigenkontrollsystems" seien somit gut zu bewältigen. Aufwändig seien auch die notwendigen baulichen Anpassungen mit Kosten von rund 20.000 Euro gewesen. Ein Wert, der gemäß Kohlmeyer schon eher die Obergrenze des durchschnittlich notwendigen Investitionsaufwandes markiere.


Mut haben, den Schritt zu wagen

Da die Übergangsfrist für bereits existierende Unternehmen nach vierjähriger Übergangsfrist am 31.12.2009 ende, appelliert Präsident Neugebauer an die Inhaber der betroffenen Betriebe, möglichst bald die Entscheidung zu treffen, die EU-Zulassung zu beantragen. Andernfalls drohe ein Antragsstau, der von Seiten der Regierung kapazitätsmäßig kaum zu bewältigen sei.

Auch Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer möchte den betroffenen Unternehmern Mut machen: Die Auflagen der EU-Verordnung machten durchaus Sinn. Diese dienen nicht nur dem Verbraucherschutz, sondern bringen auch den Betrieb voran. Die EU-Zulassung sei eine Art Qualitätsmanagement mit verpflichtenden Aufzeichnungen, davon viele per Computer zu erledigen, jedoch bei Weitem nicht so aufwändig wie eine Zertifizierung nach DIN ISO 9001.

Betroffen von der EU- Zulassungspflicht sind Betriebe, die mit Lebensmitteln tierischen Ursprungs umgehen. Dazu gehören selbstschlachtende Metzger oder Direktvermarkter, Fleischzerlegungs- und Herstellungsbetriebe, Wildbearbeitungsbetriebe, Molkereien sowie Eiverarbeiter und andere mehr.

Von ca. 420 einschlägigen Betrieben in Unterfranken haben mit Stand Ende Februar etwa 70 signalisiert, z.B. wegen nicht geklärter Betriebsübergabe oder Änderungen der Produktpalette künftig keine zulassungspflichtigen Tätigkeiten mehr ausüben zu wollen. Von den rd. 350 verbleibenden Unternehmen sind derzeit 31 bereits zugelassen und 37 weitere bei der Regierung von Unterfranken in Bearbeitung. Insgesamt entsprechen die vorliegenden Anträge und Bescheide also gut 20 % der letztlich zulassungsbedürftigen Betriebe. Das bedeutet aber umgekehrt, dass 80 % noch ausstehen.

Zuständig für die Beantragung der EU-Zulassung sind die Veterinärämter der Kreisverwaltungsbehörden, der die benötigten Unterlagen zur Prüfung vorzulegen sind.

Innungsbetriebe erhalten Unterstützung beim Fleischerverband Bayern, Fachberater Dipl.-Ing. Rolf. Anger, Telefon 0821/56861-18 bzw. anger@fleischerverband-bayern.de.

Näheres auch unter www.fleischerhandwerk.de .

Seite aktualisiert am 10. November 2011online seit 17. März 2009

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