Meisterbrief ist Wertpapier
335 Meisterbriefe im Konferenzzentrum Maininsel Schweinfurt überreicht
„Eine Gesellschaft braucht Menschen wie Sie, Menschen die gelernt haben anzupacken, sich weiterzubilden und jetzt mit dem Meisterbrief ihr eigenes Qualitätssiegel ausgehändigt bekommen“, so Hugo Neugebauer, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, in seiner kurzen Begrüßung.
Bei der Meisterfeier der Handwerkskammer für Unterfranken am 25. November im Konferenzzentrum Maininsel Schweinfurt erhielten 49 Meisterinnen und 286 Handwerksmeister aus 16 Berufen – insgesamt 335 Personen – ihre Meisterbriefe. Hugo Neugebauer würdigte die Leistungen der Jungmeisterinnen und Jungmeister und machte deutlich, dass sich die Investition in die Meisterausbildung auszahlen wird. „Mit Ihrem Meisterbrief haben Sie im wahren Sinne des Wortes ein Wertpapier erlangt. Es zeigt sich tagtäglich: Die sichersten Wertpapiere gibt es immer noch im Handwerk.“, so Hugo Neugebauer, der als Metzgermeister einen eigenen Betrieb in der Rhön führt.
Interessantes Podiumsgespräch
Nach der kurzen Begrüßung rief Moderatorin Irina Hanft den Regierungspräsidenten der Regierung von Unterfranken, Dr. Paul Beinhofer, den Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt, Sebastian Remelé, den Präsidenten und den Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken, Hugo Neugebauer und Rolf Lauer, zu einem Podiumsgespräch auf die Bühne. Dr. Paul Beinhofer unterstrich dabei die Wichtigkeit des Handwerks für ganz Unterfranken. Wörtlich sagte er: „Das Handwerk ist eine tragende Säule des Wirtschaftslebens in Unterfranken.“ Sebastian Remelé wiederum freute sich, dass Schweinfurt überraschend gut aus der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise gekommen sei und unterstrich, dass die Stadt Schweinfurt mit ihren Töchterunternehmen große Auftraggeber für das regionale Handwerk seien.
Mit auf das Podium holte Irina Hanft dann noch Sandra Hartbauer, Jungmeisterin im Friseurhandwerk und Andreas Fella, Spengler-, Installateur- und Heizungsbauer-Meister. Beide berichteten über ihre Wege zum Meister. Rolf Lauer verwies auf eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, das besagt, dass Absolventen der Aufstiegsfortbildung, also auch der Handwerksmeister, ein geringeres Arbeitslosenrisiko, eine bessere Bildungsrendite und eine geringere Einkommenstreuung haben als Akademiker. „Bildungsrendite bezeichnet hier den Prozentsatz, mit dem sich das während der Ausbildung entgangene Einkommen durch höhere Verdienste nach der Ausbildung verzinst. Für Meister ist sie deutlich höher als für Akademiker“, so Rolf Lauer. Handwerkskammer-Präsident Hugo Neugebauer sagte, dass der Beruf für einen Handwerksmeister auch eine Berufung sei: „Ein Handwerksmeister ist eins mit seinem Handwerk. Einen handwerklichen Beruf zu erlernen und auszuüben, ist keine Plage, sondern eine Lebenseinstellung. Ein Handwerksmeister ist eine Handwerkerpersönlichkeit.“
Nach dem Gespräch nahmen ein Großteil der 335 Jungmeisterinnen und Jungmeister ihren Meisterbrief von Dr. Paul Beinhofer und Hugo Neugebauer entgegen. 69 der Jungmeisterinnen und Jungmeister erhielten zusätzlich den Meisterpreis der bayerischen Staatsregierung. Damit gehören sie zu den 20 % der besten Meisterschülerinnen und Meisterschüler, die zudem mindestens einen Notendurchschnitt von 2,5 aufweisen.
Insgesamt rund 900 Gäste, die Jungmeisterinnen und Jungmeister, deren Freunde und Angehörige sowie eine Vielzahl an Ehrengästen feierten eine rundum gelungene Meisterfeier. Kammer-Präsident Hugo Neugebauer: „Unsere beiden Meisterfeiern im Jahr sind absolute Höhepunkte.
Idealismus, Know-how und Verantwortungsbewusstsein - Handwerkskammer ehrt Mitglieder aus Meisterprüfungsausschüssen
Rahmen der Meisterfeier ehrte die Handwerkskammer für Unterfranken auch 12 Handwerksmeister, die sich über Jahre hinweg in den Meisterprüfungsausschüssen 
ehrenamtlich engagiert haben. Sieben der 12 konnten die Auszeichnung persönlich von Handwerkskammer-Präsident Hugo Neugebauer und Hauptgeschäftsführer Rolf Lauer entgegennehmen. „Handwerksmeister bringen als Fachbeisitzer ihre Freizeit, ihren Idealismus, ihr fachliches Know-how, Verantwortungsbewusstsein und viel Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis ein. Darüber hinaus sind weitere Personen als Vorsitzende und deren Stellvertreter in den Meisterprüfungsausschüssen engagiert, um ihre Nähe zum Handwerk auszudrücken und sich für die Belange des Handwerks und für seinen Fachkräftenachwuchs zu engagieren. Sie alle leisten einen Beitrag für das Handwerk – denn wer kann besser prüfen als die Fachleute, die im Berufsleben stehen und genau wissen, was verlangt wird“, betonte Andrea Sitzmann, Leiterin der Abteilung Prüfungen bei der Handwerkskammer in ihrer kurzen Laudatio.
Insgesamt engagieren sich rund 400 Personen ehrenamtlich in den 21 von der Handwerkskammer für Unterfranken berufenen Meisterprüfungsausschüssen.
Downloads
- Elektrotechniker - Schweinfurt 25.11.2010 (
721 kB) - Feinwerkmechaniker - Schweinfurt 25.11.2010 (
1105 kB) - Friseure - Schweinfurt 25.11.2010 (
1105 kB) - Gold- und Silberschmiede - Schweinfurt 25.11.2010 (
885 kB) - Installateur- und Heizungsbauer - Schweinfurt 25.11.2010 (
3475 kB) - Kraftfahrzeugtechniker-2 - Schweinfurt 25.11.2010 (
1227 kB) - Kraftfahrzeugtechniker-1 - Schweinfurt 25.11.2010 (
1187 kB) - Landmaschinenmechaniker - Schweinfurt 25.11.2010 (
1114 kB) - Maler- und Lackierer - Schweinfurt 25.11.2010 (
1181 kB) - Metallbauer - Schweinfurt 25.11.2010 (
1229 kB) - Schneidwerkzeugmechaniker - Schweinfurt 25.11.2010 (
1102 kB) - Schreiner - Schweinfurt 25.11.2010 (
943 kB) - Spengler - Schweinfurt 25.11.2010 (
845 kB) - Steinmetz- und Steinbildhauer - Schweinfurt 25.11.2010 (
924 kB) - Straßenbauer - Schweinfurt 25.11.2010 (
1170 kB) - Uhrmacher - Schweinfurt 25.11.2010 (
876 kB)
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online seit 29. Nov 2010, aktualisiert am 01. Dez 2011
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