Konjunkturlage im 4. Quartal 2006

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Konjunktureller Aufschwung ungebrochen

Der seit dem Frühjahr 2006 anhaltende konjunkturelle Aufschwung hat seine Dynamik zum Jahresende beibehalten. Der überwiegende Teil der unterfränkischen Handwerksbetriebe berichtet über gut gefüllte Auftragsbücher bzw. gute bis sehr gute Umsätze. Dies betrifft vor allem die Nachfrage nach Investitionsgütern, während die konsumnahen (Laden-) Handwerker über leichte Rückgänge berichten. Fast alle Umfragewerte liegen deutlich über denen des Vorjahres: 82 % der Betriebe beurteilen ihre Geschäftslage Ende 2006 als zumindest befriedigend, die Kapazitätsauslastung erhöhte sich auf 76 %, die Investitionsquote der Handwerksbetriebe ist mit 28 % leicht rückläufig.

78 % der Betriebe hielten die Zahl der Beschäftigten auf dem Niveau des Vorquartals, 11 % stellten sogar zusätzliches Personal ein. Die saisonal üblichen Freisetzungen vor allem im Bauhauptgewerbe fielen sehr gering aus, die Ausbaubetriebe stellten sogar verstärkt ein. Differenziert nach Handwerkszweigen zeigt sich – mit Ausnahme der Betriebe des Nahrungsmittel- und des Gesundheitshandwerks – durchwegs eine deutlich günstigere Stimmung als zum Ende des Jahres 2005 und - saisonal unüblich - eine minimale Steigerung gegenüber dem Vorquartal.

Die Erwartungen für das 1. Quartal 2007 fallen saisonüblich etwas zurückhaltender aus: Zum einen wirkt sich der unsichere Witterungsverlauf auf die Umsätze im Bau- und Ausbaubereich aus, andererseits befürchten viele Unternehmer speziell auf Seite der Privatkunden Umsatzeinbußen. Grund dafür sind u. a. die Kostenmehrbelastungen seit Jahresbeginn durch z. B. die Mehrwertsteuererhöhung und höhere Krankenkassenbeiträge.

Geschäftslage so gut wie zuletzt 1991

Hier ein Überblick über die konkreten Ergebnisse der Konjunkturumfrage für das 4. Quartal 2006, an der sich rund 340 unterfränkische Handwerksbetriebe beteiligt hatten: 40 % der Unternehmer bezeichnen ihre Geschäftslage am Ende des 4. Quartals 2006 als gut, 18 % als schlecht. Der Saldo „gut minus schlecht“ beträgt somit +22 Prozentpunkte, ein Wert, der in einem 4. Quartal zuletzt 1991 übertroffen wurde. Vergleichbares gilt für die gute durchschnittliche Auslastung der Personal- und Maschinenkapazitäten mit 76 %, die um 5 Prozentpunkte über der des Vorjahres liegt.

Entsprechend positiv haben sich auch Umsätze und Auftragseingänge im Vorjahresvergleich entwickelt. Rückläufig gegenüber dem Vorquartal, jedoch höher als im Vorjahr, sind mit knapp 6 Wochen die durchschnittlichen Auftragspolster. Die Quote der investierenden Betriebe (28 %, Vorjahr = 29 %) verharrt weiterhin unter der 30 %-Marke. Da noch zu wenig Vertrauen an die Dauerhaftigkeit des Aufschwungs besteht, sind aktuell noch zu wenige Betriebe bereit, in die Erweiterung ihrer Kapazitäten zu investieren.

Langfassung und Statistik siehe unten!

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online seit 26. Jan 2007, aktualisiert am 26. Jan 2007

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