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Ausbildungssituation 2020

Weniger neue Lehrlinge, aber moderater Rückgang angesichts der Entwicklungen in der Pandemie.

Ausbildungszahlen 2020

2.550

junge Menschen haben 2020 eine Ausbildung im unterfränkischen Handwerk begonnen.

um -7,6 %

ist die Zahl neuer Lehrverträge im vergangenen Jahr zurückgegangen.

rund 1.700

freie Lehrstellen sind aktuell für das Jahr 2021 bereits in der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer für Unterfranken zu finden.


Die Zahl neuer Lehrverträge im unterfränkischen Handwerk ist im letzten Jahr im Vergleich zu 2019 um 7,6 % zurückgangen. Folgende Faktoren sind dafür maßgeblich:

Fehlende Orientierung in der Pandemie

"Die Corona-Pandemie hat im letzten Jahr zur Absage vieler Berufsorientierungsmaßnahmen und Veranstaltungen geführt. Durch die Schließung der Schulen war der Kontakt zu Schülern und Lehrern in den ersten Monaten stark eingeschränkt. Hinzu kommt bei vielen sicherlich auch eine gewisse Verunsicherung in der Frage, wie gerade in diesen Zeiten der Berufseinstieg gelingen kann", analysiert der Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Ludwig Paul.

Weniger Schulabgänger

Auch weiterhin sinkende Schülerzahlen haben Einfluss auf das Jahresergebnis der Ausbildungszahlen. So verließen laut Schüler- und Absolventenprognose des Bayerischen Kultusministeriums im vergangenen Schuljahr knapp 8 % weniger junge Menschen die allgemeinbildenden Schulen in Unterfranken.

Zahl der Flüchtlinge unter den neuen Auszubildenden sinkt

2020 starteten zudem weniger junge Menschen mit Fluchthintergrund eine Ausbildung im unterfränkischen Handwerk, da die Zahl der Asylbewerber weiter rückläufig ist. Insgesamt registrierte die Handwerkskammer für Unterfranken 134 neue Lehrverträge mit jungen Menschen aus den acht häufigsten Asylantragsländern (Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien). Im Vorjahr betrug ihre Zahl 209. Der Anteil neuer Lehrlinge mit Fluchthintergrund ist damit von 7,6 % im Jahr 2019 auf 5,3 % im vergangenen Jahr gesunken.

Eine Ausbildung im Handwerk ist eine sichere Zukunftsperspektive, denn das vergangene Jahr hat deutlich gezeigt, dass Handwerkerinnen und Handwerker in vielfältigen Bereichen gebraucht werden und gefragte Fachkräfte sind. 

Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken

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Videostatement von Walter Heußlein, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken zum Ausbildungsengagement der unterfränkischen Handwerksbetriebe in der Corona-Krise

Ausbildungsengagement bleibt hoch

Trotz der derzeitigen Rahmenbedingungen bleibt das Ausbildungsengagement der unterfränkischen Handwerksbetriebe hoch. Für das Jahr 2021 sind in der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer für Unterfranken bereits knapp 1.700 freie Lehrstellen gemeldet. "Freie Ausbildungsplätze gibt es über alle Berufe hinweg und in allen Regionen und damit beste Chancen dieses Jahr mit einer Ausbildung im Handwerk durchzustarten", so Walter Heußlein, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken.


Berufe entdecken in Zeiten von Kontaktbeschränkungen und Schulschließungen

Die Handwerkskammer für Unterfranken setzt auf digitale Kanäle, um Jugendliche, deren Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer auch in Zeiten strenger Kontaktbeschränkungen und Schulschließungen umfassend über Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren. Sie werden bei virtuellen Elternabenden, Webinaren, digitalen Messen oder über Videotutorials angesprochen. Auch Ausbildungsbetriebe erhalten Unterstützung bei der Digitalisierung von Bewerbersuche und Bewerbungsprozess. Das Angebot bildet 2021 eine wichtige Säule der Berufsorientierungs- bzw. Vermittlungsmaßnahmen der Handwerkskammer.

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Videostatement von Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken, zur digitalen Berufsorientierung



Neues Ausbildungsjahr startet mit Vielzahl an freien Lehrstellen und vielfältigen Informationsangeboten

Das Jahr 2021 und vor allem das für Berufswahl und -entscheidung wichtige Frühjahr werden noch stark von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie geprägt sein. Mit digitalen Informationsangeboten hat die Handwerkskammer eine Alternative für die Berufsorientierung in diesen Zeiten geschaffen und unterstützt in allen Fragen rund um Berufswahl und Ausbildungsplatzsuche. Schon jetzt sind rund 1.700 freie Lehrstellen über Lehrstellenbörse der Handwerksammer für Unterfranken gemeldet. Ausbildungchancen gibt es über alle Berufe und alle Regionen hinweg.

Wir hoffen, dass mit den getroffenen Maßnahmen und durch das Engagement aller Akteure die Zahl der Auszubildenden im unterfränkischen Handwerk in diesem Jahr stabil gehalten oder auch wieder leicht gesteigert werden kann. 

Walter Heußlein, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken

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argum / Falk Heller