Bundesbildungsministerin Anja Karliczek zu Besuch bei der Fahrzeugakademie der Handwerkskammer für Unterfranken
Handwerkskammer
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek probierte sich an der Fahrzeugakademie in Schweinfurt mit Hilfe von Ausbilder Thomas Geis auch selbst praktisch bei der Metallbearbeitung für Oldtimer aus.

Bundesbildungsministerin besucht Fahrzeugakademie

Beim „Sommer der Berufsbildung“, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Allianz für Aus- und Weiterbildung gestartet hat, besucht Bundesbildungsministerin Anja Karliczek besondere Lernorte, die sich durch nachhaltige und praxisorientierte Lehrkonzepte auszeichnen und hervorragend qualifizierte Fach- und Führungskräfte von morgen ausbilden. Am Donnerstag, 8. Juli machte sie auch Station bei der Fahrzeugakademie der Handwerkskammer für Unterfranken in Schweinfurt.

Förderung für die Gleichwertigkeit

Bei ihrem Besuch in Schweinfurt unterstrich Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „Die berufliche Bildung ist Garant für hervorragend ausgebildete Fachkräfte und wichtige Säule für die Wirtschaftskraft unseres Landes. Wir sind stolz auf unser Berufsbildungssystem. Es bietet jungen Menschen attraktive und vielfältige Karriereperspektiven. Damit öffnet es die Türen zum beruflichen Erfolg genauso weit wie ein Hochschulstudium. Mit dem zum 1. August 2020 modernisierten Aufstiegs-BAföG haben wir die finanziellen Unterstützungsleistungen deutlich verbessert. Wir haben ein attraktives und passgenaues Förderinstrument für den beruflichen Aufstieg geschaffen. Es besteht nun ein Förderangebot über mehrere Fortbildungsstufen hinweg bis zum ‚Master Professional‘. Dadurch stärken wir gezielt die höherqualifizierende Berufsbildung und sichern unsere Fach- und Führungskräfte von morgen.“Dass die Förderung ankommt und den Schritt, sich für die Weiterbildung zu entscheiden, erleichtert, bestätigten die Teilnehmer der Ministerin während des Werkstattrundgangs. Rund 99 Prozent der dortigen Kursteilnehmer absolvieren ihre berufliche Fortbildung mit finanzieller Unterstützung durch das Aufstiegs-BAföG nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG).

Impressionen vom Besuch der Bildungsministerin:

„Für die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung wurden zuletzt viele wichtige Weichen gestellt, von denen junge Handwerkerinnen und Handwerker profitieren. Nichtsdestotrotz bedarf es weiterer Anstrengungen, um die berufliche Bildung attraktiv zu gestalten. Hier ist die Politik gefragt“, betonte Walter Heußlein, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, bei seiner Begrüßung. Er mahnte zudem an, dass in Bezug auf die vielfach anstehende Modernisierung von Berufsbildungseinrichtungen Förderungen nachhaltiger ausgerichtet werden müssten.

Nachhaltig Lernen

Bei der Qualifizierung der Führungskräfte von morgen für die Wirtschaft setzt die Fahrzeugakademie der Handwerkskammer für Unterfranken auf ein besonderes Lehr- und Lernkonzept. Bei diesem steht vor allem der Erwerb von Problemlösungskompetenz im Vordergrund. „Durch aktives Ausprobieren und Lernen anhand von Arbeitsaufträgen sammeln die Kursteilnehmer Erfahrungen, die sie konkret auf die Anforderungen der Praxis vorbereiten“, erklärt Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken. Wie das aussieht zeigten anwesende Teilnehmer der Bundesministerin in der Praxis. Doch nicht nur das technische, auch das betriebswirtschaftliche Fachwissen gehört zur Vorbereitung künftiger Führungskräfte dazu und wird ebenfalls mit praktischen Arbeitsaufträgen verknüpft. So sind die Absolventen umfassend gerüstet, um als Existenzgründer oder Nachfolger eines bestehenden Betriebs in die Selbstständigkeit zu starten oder leitende Tätigkeiten in einem größeren Betrieb zu übernehmen.