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Entlastung beim Thema Datenschutz angekündigt

Handwerksbetriebe in Unterfranken können auf eine Entlastung beim Thema Datenschutz hoffen. Im Rahmen des "Zweiten Datenschutz-Anpassungs- und Umsetzungsgesetzes" hat der Deutsche Bundestag den Schwellenwert zur Bestellpflicht eines Datenschutzbeauftragten von zehn auf 20 Personen verdoppelt. Damit verringert sich die Anzahl der Handwerksbetriebe, die einen Datenschutzbeauftragten bestellen müssen, deutlich. Die Reform muss noch den Bundesrat passieren und soll dort voraussichtlich nach der Sommerpause Mitte September beschlossen werden.

Praxisprobleme beim Datenschutz bestehen weiter

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat die neue Regelung begrüßt, kritisiert aber gleichzeitig, dass sie zu kurz greife. So bestehe bei den Aufsichtsbehörden weiterhin eine unterschiedliche Auffassung über die Frage, wann ein Mitarbeiter zum im Gesetzestext genannten Personenkreis zählt, der sich ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt. Einige Aufsichtsbehörden zählten die tägliche Nutzung von Smartphones und Tablets dazu, weshalb mehr Handwerksbetriebe als angemessen von der Bestellpflicht erfasst würden, so der ZDH. Der Verband fordert deshalb weitere Anpassungen beim Datenschutz, um datensparsame und risikoarme Handwerksbetriebe bei der Erfüllung gesetzlicher Dokumentations- und Informationspflichten weiter zu entlasten.