Umfrage "Erneuerbare Energien und Zukunftstechnologien"
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Die Handwerkskammer für Unterfranken führte im Herbst 2019 eine Umfrage zum Thema "Erneuerbare Energien und Zukunftstechnolgien" unter Mitgliedsbetrieben durch. Gut die Hälfte der befragten Betriebe erzeugt Strom mittels erneuerbaren Energien selbst.

Erneuerbare Energien im unterfränkischen Handwerk

Umfrage zeigt, wie Handwerksbetriebe erneuerbare Energien und innovative Technolgien nutzen.

Im Oktober 2019 befragte die Handwerkskammer für Unterfranken relevante Mitgliedsbetriebe zu Einsatz und Nutzung von erneuerbaren Energien und Zukunftstechnologien. Die Umfrage zeigt, wie weit die Nutzung erneuerbarer Energien in unterfränkischen Handwerksbetrieben verbreitet ist, aus welchen Gründen diese Energiequellen genutzt werden und welche Technologien aktuell im Einsatz sind bzw. künftig noch stärker zum Einsatz kommen.

Für die Handwerkskammer für Unterfranken sind die Ergebnisse der Umfrage in zwei Richtungen wichtig: Zum einen, um Betriebe beim Thema "Erneuerbare Energien" zielgerichtet zu beraten. Und zum anderen, um die Ergebnisse auch für politische Anregungen einzusetzen. "Das Handwerk ist Teil der Energiewende und will seinen Beitrag zum Gelingen leisten", betont Walter Heußlein, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken.

Die Ergebnisse der Umfrage auf einen Blick

Stromnutzung

Die Handwerksunternehmen verwenden den selbsterzeugten Strom durch erneuerbare Energien vorwiegend für den Eigenverbrauch.

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Klimaschutz

Gerade der Klimaschutz hat im unterfränkischen Handwerk einen hohen Stellenwert bei der Nutzung erneuerbarer Energien.

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Fördermittel

Gezielte und unbürokratisch zugewiesene Fördermittel können helfen den Ausbau erneuerbarer Energien im Handwerk weiter voranzubringen.

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Barbara Dingfelder

Photovoltaik

Das unterfränkische Handwerk steht der Stromerzugung mittels Photovoltaik-Anlagen sehr positiv gegenüber.

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Speichertechnologien

Speichertechnolgien nutzen die Handwerksunternehmen bisher nur im geringen Maß.

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Photovoltaik und Eigenstromnutzung weit vorn

Fast die Hälfte der befragten Betriebe (49 %) erzeugt bereits ihren Strom mittels Erneuerbarer Energien selbst. Und von diesen 49 % nutzen 58% ihren Strom vorwiegend oder ausschließlich zum Eigenverbrauch. Gerade Photovoltaik-Anlagen sind zur Stromerzeugung im Handwerk sehr beliebt. 

"Hier würde eine zielgerichtete und klare Förderung sicher zu einem noch höherem Ausbau führen", ist sich der Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, Walter Heußlein, sicher.

Mit welcher Anlage erzeugen Sie Ihren Strom selbst?

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Auch Klimaschutz spielt wichtige Rolle

Der Hauptgrund eine Erneuerbare-Energien-Anlage beschafft zu haben liegt in der Energiekostenreduktion (56,1 %), gefolgt von der EEG-Vergütung (50,3 %). 26 % sehen den Grund in der Unabhängigkeit von externen Energielieferanten. Auch der Klimaschutz spielt bei der Nutzung erneuerbarer Energien im regionalen Handwerk  eine wichtige Rolle.

Auch Unternehmen, die noch keine Erneuerbare Energien nutzen, würden aufgrund von Klimaschutzgedanken investieren. So sagen – bei möglichen Mehrfachnennungen – 46,4 % der Unternehmen, die bereits in eine Erneuerbare Energien-Anlage investiert haben, sie hätten dies aus Klimaschutzgründen getan. Von Unternehmen, die bereit sind in eine Erneuerbare Energien-Anlage zu investieren, würden dies – ebenfalls bei Mehrfachnennungen – 49 % aus Klimaschutzgründen tun.

Aus welchen Gründen haben Sie eine Erneuerbare-Energien-Anlage beschafft?

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Power-Knopf
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Große Offenheit gegenüber Speichertechnologien

Den durch Erneuerbare Energien-Anlagen selbst erzeugten Strom zu speichern – das machen derzeit nur 14 % der befragten Unternehmen.
9 % planen, einen Stromspeicher anzuschaffen. Auf die Frage jedoch, in welche Zukunftstechnologien die befragten Unternehmen investieren würden, sagen – bei möglichen Mehrfachnennungen – 44 %, sie würden die Stromspeichertechnologie nutzen.