Spengler bei der Arbeit
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Während das handwerkliche Bauhaupt- und Ausbaugewerbe weiterhin der Corona-Krise trotzt, verzeichnen andere Handwerksbereiche schwere Einbußen.

Konjunktur im Corona-Jahr 2020

Mehrzahl der unterfränkischen Handwerksbetriebe steuerte gut durch das Krisenjahr 2020

Die Corona-Pandemie hat auch Einfluss auf die Geschäftslage des Handwerks im Jahr 2020 genommen. Über das ganze Jahr hinweg gaben 82,4 % aller Betriebe an, mit der eigenen Geschäftslage zufrieden zu sein. Das entspricht einem Rückgang zum Vorjahreszeitraum um nahezu 10 Prozentpunkte.

„Auch 2020 profitierte das Handwerk im Ganzen vor allem von einer anhaltend guten Binnennachfrage. Sorgen machen uns besonders die vom Lockdown am härtesten betroffenen Betriebe der persönlichen Dienstleistungen und die Zulieferbetriebe für die Industrie, die über enorme Auftragsrückgänge berichten“, erklärt Walter Heußlein, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken.



Das Wichtigste im Überblick
zur Konjunkturlage 2020 im unterfränkischen Handwerk

  • Über das ganze Jahr hinweg gaben 82,4 % aller Betriebe an, mit der eigenen Geschäftslage zufrieden zu sein.
  • Gut durch das Krisenjahr 2020 sind vor allem die Betriebe des Bauhaupt- und Ausbaugewerbes gekommen. Betriebe der persönlichen Dienstleister und Zulieferer hat es hart getroffen.
  • 76,1 % durchschnittliche Kapazitätsauslastung des unterfränkischen Handwerks im Jahr 2020
  • Durchschnittliche Auftragsreichweite: 11,1 Wochen
  • Konjunkturlage in den Regionen Unterfrankens nahezu gleich
  • Für das erste Quartal 2021 rechnen 70,6 % der Betriebe damit, dass sich die Geschäftslage verbessern oder gleichbleiben wird.


Geschäftsklima 2020 im Jahresdurchschnitt

Geschäftsklima 2020 im Jahresdurchschnitt
Handwerkskammer für Unterfranken

Gut durch das Krisenjahr 2020 sind vor allem die Betriebe des Bauhaupt- und Ausbaugewerbes gekommen. Betriebe der persönlichen Dienstleister und Zulieferer hat es hart getroffen.

Geschäftsklima nach Regionen 2020
Handwerkskammer für Unterfranken



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Einschätzung von Walter Heußlein, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken



Gewerke unterschiedlich durch Corona-Krise betroffen

Friseure und Kosmetiker mussten beispielsweise 2020 über Wochen ihre Betriebe aufgrund der Pandemie schließen, was direkten Einfluss auf die eigene konjunkturelle Lage nahm. So sagen im Jahresdurchschnitt 39,3 % der Betriebe der persönlichen Dienstleistungen aus, dass ihre Geschäftslage 2020 schlecht gewesen war. Aber rein für das 4. Quartal 2020, in dem der Lockdown verschärft wurde, beurteilen fast zwei Drittel der Betriebe ihre Lage als schlecht.

Nahezu keine Auswirkungen zeigte die Pandemie auf den Baubereich. Im Bauhauptgewerbe zeigen sich durchschnittlich 97 % der Unternehmen mit der konjunkturellen Lage im vergangenen Jahr zufrieden. Im Ausbaugewerbe waren es 90,7 %.  

„Wir setzen uns als Handwerkskammer in allen Gremien und persönlichen Gesprächen für das unterfränkische Handwerk ein. Aber die Pandemie verursachte harte politische Entscheidungen, die wir alle zu tragen haben“, betont Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken.



2021: Warten auf Normalität

Dass die Corona-Pandemie Spuren im unterfränkischen Handwerk hinterlassen hat und noch hinterlassen wird, zeigt sowohl die aktuelle Konjunkturanalyse als auch die Zukunftsprognosen für das erste Quartal 2021. Nur noch 70,6 % erwarten eine gleichbleibende oder sich verbessernde Geschäftslage. „Wichtig für das Handwerk ist es, dass von der Pandemie betroffene Betriebe schnelle und unbürokratische Hilfen erhalten. Das ist das Wichtigste, um Existenzen zu schützen. Aber auch, um das breite Angebot an handwerklichen Produkten und Dienstleistungen aufrecht zu erhalten“, so Ludwig Paul.

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Statement von Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken