Umfrage unter Unternehmen
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Öffentliches Auftragswesen in der Corona-Krise

Die Corona-Pandemie hatte auch Auswirkungen auf die Vergabe von öffentlichen Aufträgen. Bund und Länder hatten und haben Wertgrenzen angehoben, um den Vergabestellen die Nutzung von Vergabeverfahren zu ermöglichen, die als weniger aufwändig angesehen werden und somit die Dauer von Vergabeverfahren verkürzen können. Durch die erhöhten Wertgrenzen wurde allerdings auch der Wettbewerb um öffentliche Aufträge eingeschränkt.

Um die Effekte der veränderten Vergabepraxis während der Corona-Pandemie bewerten zu können, führt der Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft der Universität Konstanz aktuell eine Unternehmensbefragung durch.

Die Umfrage soll bis Ende Mai 2022 laufen und ist unter dem Link https://procurementsur-vey.limesurvey.net/478341?lang=de erreichbar.

Über das Forscherteam

In einem aktuellen Projekt untersuchet ein deutsch-italienisches Forschungsteam der Universität Konstanz vom Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft, Arbeitsgruppe für
Verwaltungswissenschaft (Prof. Dr. Eva Thomann), in Kooperation mit der Universität Rom Tor Vergata, wie die Corona-Krise das öffentliche Auftragswesen beeinflusst hat und wie sich die
Vereinfachungen des Vergaberechts in der Zeit nach dem Frühjahr 2020 auf die Interaktionen zwischen Unternehmen und öffentlichen Verwaltungsstellen in Deutschland und Italien ausgewirkt haben. Untersucht werden die Auswirkungen auf Transparenz, Fairness und Offenheit der Vergabeverfahren, sowie mögliche Erklärungen für diese Auswirkungen.