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Frank Träubel / stock.adobe.com

Resolution für den Ausbau des Eisenbahnnetzes

Forderung nach Stärkung der Schienen-Achse Main-Donau

Gemeinsam mit 13 weiteren Wirtschaftskammern aus Bayern und Hessen fordern die Handwerkskammer für Unterfranken und die IHK Würzburg-Schweinfurt den Neu- und Ausbau der Main-Donau-Bahnstrecken, insbesondere im Abschnitt Frankfurt (Main) – Würzburg, sowie einen ergänzenden Neubau im Abschnitt Würzburg – Nürnberg. Die Resolution gründet auf einer aktuellen Studie, die zeigt, dass  die für Mainfranken entscheidende Schienenachse schon heute überlastet ist.

In der Erklärung appellieren die Kammern an die Politik, die dringend benötigten Infrastruktur-Kapazitäten für das steigende Güterverkehrsaufkommen zu schaffen. Laut der aktuellen Verkehrsverflechtungsprognose des Bundesverkehrsministeriums wird bis zum Jahr 2030 eine Steigerung des Schienengüterverkehrs um 38 Prozent gegenüber 2010, sowie ein Anstieg des Schienenpersonenverkehrs um 19 Prozent erwartet. Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag darüber hinaus das Ziel definiert, die Fahrgastzahlen im Schienenpersonenverkehr bis zum Jahr 2030 zu verdoppeln und den Anteil der Schiene am Gütertransportvolumen deutlich zu erhöhen, laut Zielsetzung des Bundesverkehrsministeriums auf 25 Prozent.

Zur optimalen Auslastung solle das digitale "European Train Control System (ETCS)" eingeführt und die Stationen entlang der Strecke in den geplanten "Deutschland-Takt 2030" integriert werden. Die Ertüchtigung der Schienenachse Main-Donau ist zudem für eine bessere Versorgungsqualität im Personenverkehr und für höhere Reisegeschwindigkeiten im Fernverkehr von großer Bedeutung. Vor allem im Abschnitt zwischen Frankfurt und Nürnberg erfüllt die Streckenverbindung nicht die Anforderungen moderner Schieneninfrastruktur. Die Streckenführung stammt zu weiten Teilen aus dem 19. Jahrhundert, moderne ICE-Züge können sie deshalb nur mit stark gedrosselter Geschwindigkeit befahren. Um den Takt der Zuganbindungen verdichten zu können, ist daher der Ausbau der regionalen Schieneninfrastruktur besonders wichtig.

Walter Heußlein, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, betont: "Neben den europaweiten Verbindungen durch die Umsteigemöglichkeiten am Knotenpunkt Würzburg ist vor allem auch die gute regionale Anbindung durch den Schienenpersonennahverkehr entscheidend."

Hierauf zielt die bestehende Forderung der Wirtschaftskammern ab, denn Handwerksammer und IHK fordern, die regionale Schieneninfrastruktur entlang der Achse Bad Neustadt / Bad Kissingen – Schweinfurt – Würzburg inklusive der Mainschleifenbahn (Volkach – Würzburg) für einen eng getakteten Nahverkehr zu ertüchtigen und die Möglichkeiten eines regulären Nahverkehrs auf der Werntalbahn (Schweinfurt – Gemünden) sowie der Steigerwaldbahn (Kitzingen – Schweinfurt) zu überprüfen. 

Folgende Wirtschaftskammern haben die Resolution erarbeitet und unterzeichnet: Die Industrie- und Handelskammern Frankfurt am Main, Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, Aschaffenburg, Würzburg-Schweinfurt, Nürnberg für Mittelfranken, Regensburg für Oberpfalz/Kelheim und für Niederbayern in Passau sowie die Handwerkskammern Frankfurt Rhein-Main, Wiesbaden, Unterfranken, Mittelfranken und Niederbayern-Oberpfalz. Weiterhin sind die Industrie- und Handelskammern für Oberfranken Bayreuth und zu Coburg sowie die Handwerkskammer für Oberfranken, deren Wirtschaftsraum stark mit der Stecke verflochten ist, Beteiligte der Erklärung.