Hygieneregeln | Coronavirus
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Coronavirus: Aktuelle Informationen und Hinweise

Hier finden Sie eine Zusammenstellung der wichtigsten Informationen und Antworten auf häufige Fragen

+++ Aktueller Hinweis +++

Das Bayerische Landeskriminalamt weist darauf hin, dass derzeit im Netz eine betrügerische E-Mail in Zusammenhang mit COVID-19 Überbrückungshilfen kursiert. Als Adressat wird das Wahlkreisbüro der Europäschen Kommission in Berlin vorgetäuscht. In den E-Mails wird der Empfänger dazu aufgefordert, auf elektronischen Weg einen Covid-19-Soforthilfeantrag einzureichen. Dies sei auch dann noch möglich, wenn bereits ein Antrag auf anderem Weg gestellt wurde, dieser jedoch noch nicht beantwortet wurde. Bei Bewilligung des Antrags wird ein Zuschuss in Höhe von 5.000 bis 50.000 Euro in Aussicht gestellt. Die E-Mails werden augenscheinlich von der E-Mail-Adresse „deutschland@eu‑coronahilfe.de“ verschickt. Der Antrag befindet sich als PDF-Datei im Anhang des Schreibens. Betriebe, die eine solche E-Mail erhalten, sollten diese nicht öffnen.

 Mehr Informationen zum Thema "IT-Sicherheit in der Corona-Krise"



Die Handwerkskammer für Unterfranken hat für Sie Informationen, Kontaktdaten regionaler Ansprechpartner, Merkblätter, Antragsformulare und Mustervorlagen zur Unterstützung für Betriebe im Zusammenhang mit der Corona-Krise zusammengestellt.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat ebenfalls die wichtigsten Fragen und Antworten, die sich für Handwerksbetriebe und Betriebsinhaber aktuell stellen, in einem Corona-FAQ für Handwerksbetriebe zusammengefasst.

Was bedeutet die Kontaktbeschränkung in Bayern?

Aktuell gilt in Bayern eine allgemeine Kontaktbeschränkung. Das heißt, wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 Metern einzuhalten. In Handwerksbetrieben kann grundsätzlich unter Beachtung der geltenden Hygiene- und Sicherheitsregelungen weiter bzw. wieder mit Kundenkontakt gearbeitet werden.

Die Regelungen wurden zum 17. Juni 2020 um folgende Punkte erweitert:

  • Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist künftig in der Familie sowie mit Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstands oder in einer Gruppe von bis zu zehn Personen gestattet.
  • Bei privaten Zusammenkünften zu Hause gilt keine Beschränkung auf einen festen Personenkreis oder eine zahlenmäßige Beschränkung, stattdessen soll dort die Personenzahl unter Berücksichtigung der allgemeinen Grundsätze (Mindestabstand) begrenzt werden.
  • Das Abstandsgebot von 1,5 Metern und die Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen bleiben unverändert.

Änderung für Ladengeschäfte:

Für alle Einrichtungen und Bereiche, in denen bisher eine Person pro 20 qm Fläche zugelassen war, gilt seit dem 22. Juni 2020 die Regel, dass 10 qm pro Person ausreichen.

Details zu den aktuellen Regelungen sind hier zu finden:

6. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (6. BayIfSMV) vom 22. Juni 2020

Änderung zur 6. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (6. BayIfSMV) vom 30. Juni 2020



Allgemeine Gesundheitshinweise

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) bietet auf der Webseite www.infektionsschutz.de ein breites Angebot an Informationen rund um Infektionsschutz, z. B. Hygienetipps (gründliches Händewaschen, Nies- und Hustenetikette etc.).
Darüber hinaus werden Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) bereitgestellt.



Coronavirus-Hotline des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL):

 09131 6808-5101



Merkblatt für die Umsetzung eines Schutz- und Hygienekonzepts

Praktische Handlungsempfehlungen zur Umsetzung eines Schutz- und Hygienekonzepts für die Öffnung von Handels- und Dienstleistungsbetrieben gemäß § 12 der 6. BayIfSMV: Sie wurden auf Basis der jeweils gültigen Rechtsverordnung nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. 



Checkliste für die Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzeptes

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege stellt für Unternehmen eine Checkliste zur Verfügung. Diese Liste kann zur Umsetzung der geforderten Schutzmaßnahmen im Betrieb genutzt werden.

Gewerkespezifische Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben

Zahlreiche Institutionen haben gewerkespezifische Vorgaben für die Umsetzung von Schutzmaßnahmen erarbeitet. Diese sind in der beigefügten Linksammlung zusammengestellt.



Arbeitsschutz und Arbeitsrecht

Der Arbeitgeber ist grundsätzlich verpflichtet, die Sicherheit und Gesundheit seiner Mitarbeiter zu gewährleisten. Prinzipiell gilt jedoch: Wer nicht erkrankt ist, muss zur Arbeit erscheinen.

Neben den grundsätzlichen Schutzmaßnahmen, wie das Abstandhalten von anderen Personen (mindestens 1,5 Meter) und Einhaltung von Hygieneregeln (Husten und Niesen in die Ellenbeuge oder Taschentuch, regelmäßige Händereinigung, nicht an Mund, Nase und Augen fassen) werden für Handwerkerinnen und Handwerker im Kundendienst während der Corona-Pandemie einige weitere Maßnahmen und Vorgehensweisen empfohlen. Diese sind als Informationen zu Schutzmaßnahmen für Handwerkerinnen und Handwerker im Kundendienst (Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) zusammengefasst.

Weitergehende Empfehlungen, was Betriebe und Beschäftigte branchenspezifisch tun können, um sich vor dem Corona-Virus zu schützen, werden von den jeweiligen Berufsgenossenschaften bereitgestellt.

Aktuell: Urlaubsrückkehr in Zeiten von Corona
Für Arbeitnehmer, die aus einem Urlaub in einem Risikogebiet zurückkehren, gelten jeweils die bestehenden Quarantäneregeln.
Detaillierte Informationen finden Siehier sowie in der Ausarbeitung zu arbeitsrechtlichen Fragen im Umgang mit Urlaubsrückkehrern
in Zeiten von Corona der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

Hinweis für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die positiv auf Covid-19 getestet sind oder in Quarantäne geschickt werden: Wenn Beschäftigte bestimmte übertragbare Krankheitserreger in sich tragen bzw. ein Verdacht dahingehend besteht, stellen sie eine Gefahr für die Gesundheit anderer Menschen dar. Wird aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) deshalb verboten der Erwerbstätigkeit nachzugehen und die Betroffenen erleiden aufgrund dessen einen Verdienstausfall, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Entschädigung beantragt werden.

Bitte beachten: Personen, die aufgrund der vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege anlässlich der Corona-Pandemie erlassenen Allgemeinverfügungen ihrer beruflichen Tätigkeit nicht mehr nachgehen können und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, sind nicht berechtigt, einen Entschädigungsanspruch nach dem IfSG geltend zu machen.

Darüber hinaus können Personen, die durch die Betreuung ihres Kindes aufgrund einer Schul- oder Kitaschließung oder durch die Pflege ihres Kindes mit Behinderungen, das auf Hilfe angewiesen ist und aufgrund der Schließung einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen nicht anderweitig betreut werden kann, und deshalb einen Verdienstausfall erleiden, Entschädigung nach dem IfSG beantragen.

Weitere Informationen zu Entschädigungsansprüchen nach dem IfSG finden Sie auf der  Webseite des Freistaats Bayern zu Verdienstausfallentschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetzund im FAQ-Papier des Bundesministeriums für Gesundheit.



Hinweise für Ausbildungsbetriebe:

Meisterkurse und überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen für die Fachstufe in Vorbereitung auf anstehende Abschlussprüfungen finden aktuell wieder statt. Die jeweiligen Kursteilnehmer wurden und werden hierzu jeweils persönlich benachrichtigt. Alle Bildungszentren haben erforderliche Hygienekonzepte und Regelungen erarbeitet, die eine Durchführung der Kurse, unter Beachtung des gebotenen Infektionsschutzes zulassen.

Besondere Fallgestaltungen (z. B. Staatliches Gesundheitsamt ordnet Maßnahmen wie Quarantäne oder berufliches Tätigkeitsverbot an) sind gesondert zu betrachten.

Weitere Informationen zu Regelungen bezüglich Arbeitszeiten von Auszubildenden in der aktuellen Situation liefert das beigefügte FAQ. Informationen zu Prüfungen sind unter dem Punkt "Kurse und Prüfungen" zu finden.



Kurzarbeit

Für Unternehmen, die durch das Coronavirus Auftragsengpässe erleiden, ist die Beantragung von Kurzarbeitergeld grundsätzlich möglich. Dies hat die Bundesagentur für Arbeit offiziell klargestellt.

Kurzarbeitergeld kommt in Frage, wenn aufgrund des Coronavirus Lieferungen ausbleiben und dadurch die Arbeitszeit verringert werden muss oder wenn staatliche Schutzmaßnahmen dafür sorgen, dass der Betrieb vorrübergehend geschlossen wird. Bevor Betriebe Kurzarbeitergeld beantragen, müssen sie die zuständige Agentur für Arbeit kontaktieren. Diese prüft, ob die Voraussetzungen erfüllt sind.

Hier können Betriebe Kurzarbeitergeld beantragen und finden weitere wichtige Informationen:  Webseite zur Bundesagentur für Arbeit

Informationen erhalten betroffene Betriebe auch über folgende Arbeitgeber-Hotline der Bundesagentur für Arbeit:

 0800 45555 20

(Montag - Freitag: 8.00 Uhr - 18.00 Uhr, Anrufe werden jeweils an die regional zuständigen Agenturen geroutet)

Für Betriebe am Bayerischen Untermain gibt es eine zusätzliche Arbeitgeberhotline:
06021 390 575

Übernahme von Auszubildenden und Einstellungen im Bereich Ausbildung während Kurzarbeit

Die Übernahme von Auszubildenden nach der Ausbildung war schon fest geplant, das Unternehmen war aber gezwungen aufgrund der Coronakrise Kurzarbeit anzumelden: Wenn der Auszubildende nach abgeschlossener Ausbildung in ein Arbeitsverhältnis übernommen wird, kann er bei Bedarf direkt in den Bezug von Kurzarbeitergeld gehen, teilt die Bundesagentur für Arbeit mit. Dies ermögliche es, Fachkräfte zu halten und Unternehmen optimal für die Zeit nach Corona aufzustellen.

Sie weist zudem darauf hin, dass auch während der Kurzarbeit die Einstellung von Auszubildenden für das neue Ausbildungsjahr möglich ist, sofern diese nicht in Kurzarbeit (also regulär) beschäftigt werden können.



Liquiditätshilfen und Direktzuschüsse im Zusammenhang mit dem Coronavirus

Die Bayerische Staatsregierung hat am 17. März 2020 einen Rettungsschirm für die von der Corona-Krise betroffene Wirtschaft beschlossen. Der Bayerische Schutzschild umfasst unter anderem einen Soforthilfe-Fonds für kleine und mittelständische Unternehmen sowie eine Ausweitung des Bürgschaftsrahmens für die LfA Förderbank Bayern. Auch das Bundesfinanzministerium und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie haben ein milliardenschweres Hilfsprogramm und steuerpolitische Maßnahmen beschlossen. Die Maßnahmen des Bundes und des Landes Bayern im Bereich der Soforthilfe wurden seit dem 31.03.2020 zu einem nahezu einheitlich sich ergänzenden Programm zusammengeführt.



Überbrückungshilfen

Zur Sicherung der Existenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen wird für Corona-bedingten Umsatzausfall ein Programm für Überbrückungshilfen aufgelegt. Die Überbrückungshilfe wird für die Monate Juni bis August gewährt.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufler im Haupterwerb, deren Umsätze Corona-bedingt in April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 rückgängig gewesen sind. Bei Unternehmen, die nach April 2019 gegründet worden sind, sind die Monate November und Dezember 2019 heranzuziehen.

Erstattungsfähig sind Kosten gemäß einer Aufstellung des BMWi, die Siehier herunterladen können.

Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von:

  • 80 % der Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch,
  • 50 % der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 % und 70 %
  • 40 % der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 40 % und unter 50 % 

im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Der maximale Erstattungsbetrag beträgt 150.000 Euro für drei Monate.

Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 9.000 Euro, bei Unternehmen bis 10 Beschäftigten 15.000 Euro, diese können nur in begründeten Ausnahmefällen überschritten werden. Stichtag für die Beschäftigtenzahl (Vollzeitäquivalente) ist der 29.02.2020. 

In der ersten Stufe (Antragstellung) sind die Antragsvoraussetzungen und die Höhe der erstattungsfähigen Fixkosten mit Hilfe eines Steuerberaters, Wirtschaftsprüfers glaubhaft zu machen, in der zweiten Stufe (nachträglicher Nachweis) mit Hilfe eines Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers zu belegen. Überzahlungen sind zu erstatten.

Die Antragsfristen enden jeweils spätestens am 30.9.2020.

Nähere Infos bietet auch das Bayerische Wirtschaftsministerium.

Die Antragstellung für die Überbrückungshilfe kann ausschließlich über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer unter  www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de erfolgen.

Finanzierungshilfen (Darlehen, Bürgschaften)

Bayerische Unternehmen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus von Liquiditätsproblemen beispielsweise aufgrund unterbrochener Lieferketten betroffen sind, werden vom Freistaat Bayern unterstützt. Über die LfA Förderbank Bayern, die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und verschiedene Bürgschaftsprogramme können Kredite und Bürgschaften an betroffene Betriebe ausgereicht werden, die weiterhin über ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell verfügen.

Ihr Weg zur Finanzierungshilfe: Erster Ansprechpartner für die finanziellen Unterstützungsangebote ist Ihre Hausbank – sie berät und beantragt die finanziellen Hilfen bei LfA, KfW und der Bürgschaftsbank Bayern. Bitte sprechen Sie daher zuerst mit Ihrer Hausbank.

Auf der zentralen Informationsplattform des Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie unter
www.stmwi.bayern.de/coronavirus
finden Sie einen kompakten und laufend aktualisierten Überblick über alle aktuellen finanziellen Überbrückungshilfen (Darlehen, Bürgschaften etc.).

Darüber hinaus gibt es eine Coronavirus-Hotline des Staatsministeriums:

 089 2162-2101

(Montag - Donnerstag: 07:30 - 17:00 Uhr, Freitag: 07:30 - 16:00 Uhr)



Grundsicherung/Hartz IV für Selbstständige – Arbeitslosengeld II für Aufstocker

Anspruch auf die Leistungen der Grundsicherung nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) haben nicht nur erwerbsfähige und arbeitssuchende Menschen, sondern auch Selbstständige und Freiberufler. Hartz IV-Empfänger können grundsätzlich jede selbstständige Tätigkeit ausüben. Dies bedeutet auch, dass bei Selbstständigkeit Anspruch auf das Arbeitslosengeld II besteht, wenn das erzielte Einkommen nicht zur Deckung des Lebensunterhalts ausreicht.



Arbeitslosengeld I für Selbstständige

Selbstständige, die von der Möglichkeit der Antragspflichtversicherung („freiwillige Weiterversicherung in der Arbeitslosenversicherug“) nach §28a SGBIII Gebrauch gemacht haben, und deren wöchentliche Arbeitszeit bedingt durch die Corona-Krise auf unter 15 Stunden fällt, können möglicherweise einen Antrag auf Arbeitslosengeld I stellen.



Steuerstundung

Einkommen-, Körperschaft-, Kirchen- und Umsatzsteuer sowie Solidaritätszuschlag können gestundet sowie Vorauszahlungen der Gewerbesteuer auf null gesetzt werden, wenn glaubhaft gemacht wird, dass für die fehlende Liquidität die Corona-Epidemie ursächlich ist. Auf die Erhebung von Stundungszinsen für den aktuellen Zeitraum der Stundung wird verzichtet. Bei Fragen zur Stundung der Gewerbesteuer entscheidet grundsätzlich die betroffene Kommune.

Bitte sprechen Sie zu diesen Möglichkeiten mit Ihrem zuständigen Finanzamt und/oder Ihrem Steuerberater.

Steuervorauszahlungen zurückerhalten und stunden

Eine der steuerlichen Hilfsmaßnahmen, die anlässlich der Corona-Pandemie durch die Finanzverwaltung gewährt werden, ist die in der Regel zinslose Stundung der am 19. März 2020 fälligen und der bis zum 31. Dezember 2020 fällig werdenden Steueransprüche. Die Stundungen werden ohne Angaben einer beantragten Stundungsdauer zunächst für einen Zeitraum von drei Monaten gewährt. Davon ausgehend, dass die „ersten“ durch die Finanzverwaltung gewährten Stundungen im Laufe des Aprils ausgesprochen wurden, ist damit zu rechnen, dass die Laufzeiten dieser Stundungen kurz vor der Beendigung stehen und damit die Steueransprüche fällig werden.
Wir weisen daher vorsorglich darauf hin, dass die Möglichkeit eines Antrags auf Anschlussstundung zusammen mit dem Steuerberater geprüft werden sollte. Im Rahmen des Antrages sind die aktuellen wirtschaftlichen Verhältnisse und damit die weiter bestehende unmittelbare Betroffenheit von der Corona-Pandemie darzulegen. Die Angaben zu möglichen Zahlungsmodalitäten sollten sinnvollerweise den Antrag ergänzen.

Sollte sich später herausstellen, dass 2020 doch Gewinne erwirtschaftet werden konnten, ist diese "Liquiditätshilfe" wieder zurückzuerstatten. Solange das Unternehmen allerdings Verluste oder keine Gewinne ausweist, muss nicht zurückgezahlt werden. Diese Verrechnung erfolgt mit der Einkommensteuererklärung für 2020, die erst im Verlauf der Jahre 2021/2022 eingereicht wird.  Weitere Details sowie eine Beispielrechnung sind im verlinkten Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen (24. April 2020) zu finden.

Bitte sprechen Sie zu diesen Möglichkeiten ebenfalls mit Ihrem zuständigen Finanzamt und/oder Ihrem Steuerberater.



Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Ergänzend zu den umfassenden Unterstützungen für Unternehmen und Selbstständige ist es unter bestimmten Bedingungen möglich, dass die Beitragszahlungen für die Sozialversicherungen von den gesetzlichen Krankenkassen vorübergehend gestundet werden.



Stundung von Beiträgen Berufsgenossenschaft

Zur Milderung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise bietet die Mehrheit der Berufsgenossenschaften Mitgliedsunternehmen, die aufgrund der Corona-Pandemie in wirtschaftliche Not geraten sind, schnelle und unbürokratische Hilfe an. Angeboten wird beispielsweise die Stundung oder auch Ratenzahlung von Beiträgen bzw. Vorschüssen.

 Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM)
Bietet Stundung und Ratenzahlung von Beiträgen an.

 Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM)
Bietet Stundung von Beiträgen an.

 Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU)
Bietet Stundung und Ratenzahlung von Beiträgen an.

 Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG)
Bietet Stundung und Ratenzahlung von Beiträgen an.

 Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN)
Bietet Stundung von Beiträgen und Beitragsraten vom 15. März 2020 bis 15. Mai 2020 an.



Zivilrechtliche Folgen bei Leistungsverzögerungen

Die Umstände der gegenwärtigen Epidemie können im Einzelfall zu vorübergehenden Betriebsschließungen oder auch zu Materialengpässen führen. In diesen Fällen ist zu erwarten, dass vertragliche Leistungen nicht, wie geschuldet, erbracht werden können. Insbesondere kann es zu Verzögerungen und damit zivilrechtlich zum Verzug kommen. Handwerksbetriebe sollten im Betroffenheitsfall unverzügliche ihre Kunden informieren und individuelle Lösungen vereinbaren. Für weitere rechtliche Fragen stehen Ihnen auch die Berater der Handwerkskammer gerne zur Verfügung.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat für Handwerksbetriebe ein Dokument Praxis Recht - Zivilrechtliche Folgen des Coronavirus (Stand: März 2020) zusammengestellt.



Wiederaufnahme des Kursbetriebes sowie Durchführung von Prüfungen

Zum 16. Juni 2020 konnte aufgrund der Änderung der Verordnung der Fünften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung der Kursbetrieb und die anstehenden Prüfungen wieder aufgenommen werden. Meisterkurse, Fortbildungskurse und überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen für die Grund- und Fachstufe sowie Prüfungen, finden unter Einhaltung von Infektionsschutzmaßnahmen statt.

Die Handwerkskammer für Unterfranken informiert alle Kurs- und Prüfungsteilnehmer zeitnah und teilt sämtliche Termine rechtzeitig mit.

Kurs- und Prüfungsteilnehmer/innen werden gebeten die Hygiene- und Sicherheitsvorschriften einzuhalten.

FAQ - Prüfungen in der Aus- und Weiterbildung - Auswirkungen des Coronavirus (Stand: 11.05.2020, Handwerkskammer für Unterfranken)



Hilfsprogramm für Ausbildungsbetriebe in der Corona-Krise

Mit dem Programm "Ausbildungsplätze sichern" unterstützt die Bundesregierung Ausbildungsbetriebe in der Corona-Krise. Konkret können sie unter bestimmten Voraussetzungen Prämien erhalten, wenn sie das Ausbildungsniveau trotz Krise erhalten oder sogar erhöhen.

Auch Unternehmen, die Lehrlinge aus Corona-bedingt insolventen KMU übernehmen können eine Förderung erhalten.

ausführliche Informationen zum Hilfsprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) zu den Auswirkungen der Corona-Ausbreitung

Die Auswirkungen des Coronavirus auf die deutsche Wirtschaft insgesamt und auf Handwerksbetriebe sind bereits erheblich. Um ein aktuelles Bild von der Betroffenheit der Betriebe zu erhalten, führt der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) gemeinsam mit vielen Handwerkskammern und Fachverbänden des Handwerks eine Umfrage durch. Die Umfrage für Betriebe wird regelmäßig wiederholt werden, um die wirtschaftliche Betroffenheit des Handwerks im Zeitverlauf nachverfolgen zu können. Die neuerliche Betriebsbefragung zur Finanzierungssituation in Corona-Zeiten findet vom 17. bis zum 31. August 2020 statt.

Allen Betrieben, die sich in diesen wirtschaftlich herausfordernden Zeiten die Zeit nehmen, an der Befragung teilzunehmen, im Voraus vielen Dank!

Zur Teilnahme an der kurzen Online-Umfrage des ZDH
(freigeschaltet vom 17. bis 31. August 2020)





Aktueller Linktipp

 www.deutsche-handwerks-zeitung.de/corona



Hinweis: Die hier aufgeführten Informationen wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt. Dennoch können wir aufgrund der aktuellen Lage eine Vollständigkeit und permanente Aktualität nicht immer gewährleisten.