Bewertung ausländischer Berufsabschlüsse

Die Handwerkskammer für Unterfranken prüft, ob im Ausland erworbene Berufsqualifikationen in Deutschland anerkannt werden können.

Am 01. April 2012 trat in Deutschland das Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen - kurz Anerkennungsgesetz - in Kraft.

Das Anerkennungsgesetz trägt zur Sicherung der Fachkräftebasis bei, indem Transparenz über ausländische Qualifikationen geschaffen wird. Die Integration von Migrantinnen und Migranten in den deutschen Arbeitsmarkt wird erleichtert und der Wirtschaftsstandort Deutschland gewinnt für qualifizierte Zuwanderer an Attraktivität.

Das Anerkennungsgesetz schafft erstmalig einen allgemeinen Rechtsanspruch auf ein Gleichwertigkeitsfeststellungsverfahren, unabhängig von der Staatsangehörigkeit oder Herkunft des Antragstellers. Ausschlaggebend sind nur der Inhalt und die Qualität der beruflichen Qualifikation des Antragstellers.

Die Handwerkskammer für Unterfranken ist dann zuständige Stelle, wenn Sie Ihren Wohnsitz in Unterfranken haben oder künftig dort arbeiten möchten.

Was müssen Sie für eine Gleichwertigkeitsprüfung tun?

Vereinbaren Sie einen persönlichen Beratungstermin

Wir empfehlen Ihnen, vorab einen Beratungstermin zu vereinbaren.

Sie erreichen uns telefonisch unter 0931 309 08 - 1186 oder per E-Mail an r.schmitt@hwk-ufr.de.

Bitte bringen Sie folgende Unterlagen zur Beratung mit:

  • Ausweis oder Pass
  • Nachweis über Ihren ausländischen Berufsabschluss in deutscher Sprache
  • Arbeitszeugnisse in deutscher Sprache
  • Tabellarische Auflistung Ihrer beruflichen Erfahrungen, Tätigkeiten und Fortbildungen in deutscher Sprache

Bitte beachten Sie, dass Ihre Unterlagen von einem öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetscher oder Übersetzer erstellt sein müssen.

Stellen Sie einen Antrag auf eine Gleichwertigkeitsfeststellung

Zum Start des Verfahrens müssen Sie einen Antrag auf Gleichwertigkeitsfeststellung stellen. Dies ist auch im Anschluss an unsere Beratung möglich. Das Antragsformular finden Sie hier.

Wie läuft die Gleichwertigkeitsprüfung ab?

Wir überprüfen, ob wesentliche Unterschiede zwischen Ihrer Berufsqualifikation und dem deutschen Berufsabschluss bestehen.

Was erhalten Sie am Ende des Verfahrens?

Sie erhalten am Ende einen Bescheid über das Ergebnis des Verfahrens. Ein deutsches Prüfungszeugnis wird nicht verliehen. Dieses erhält man nur nach dem erfolgreichen Absolvieren einer deutschen Gesellen- oder Meisterprüfung.

Was kostet das Verfahren?

  • Das Verfahren ist gebührenpflichtig, die Kosten sind von Ihnen zu tragen.
  • Für die Durchführung der Gleichwertigkeitsprüfung und die Erstellung des Bescheides ist ein Gebührenrahmen von 100 bis 600 Euro in der Gebührenordnung der Handwerkskammer festgelegt.
  • Soweit neben der Überprüfung schriftlicher Nachweise eine Qualifikationsanalyse erforderlich ist, werden die dadurch entstehenden Kosten als Auslagen zusätzlich in Rechnung gestellt.

Flyer "Der Anerkennungszuschuss -
       Chancen der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen nutzen"



Verfahren nach dem Bayerischen Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz

Hier finden Sie weiterführende  Informationen und den  Antrag.



Informationsmaterialien für Betriebe

Berufsanerkennung, worum geht es dabei überhaupt? Für Unternehmerinnen und Unternehmer hat das Projekt "Unternehmen Berufsanerkennung" Antworten auf alle wichtigen Fragen rund um die Berufsanerkennung und die betriebliche Anerkennungsförderung zusammengestellt und eine Schritt-für-Schritt-Checkliste für die praktische Umsetzung der betrieblichen Anerkennungsförderung entwickelt





Ansprechpartner

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Jörg Brückner

Tel. 09721 478-4166
Fax 09721 478-4666
j.brueckner--at--hwk-ufr.de

Rebekka Schmitt
Referentin

Tel. 0931 30908-1186
Fax 0931 30908-1686
r.schmitt--at--hwk-ufr.de

Dipl.-Päd. Andrea Sitzmann
Leiterin Geschäftsbereich Berufsbildung

Tel. 0931 30908-1154
Fax 0931 30908-1654
a.sitzmann--at--hwk-ufr.de