Grafik Werkstatt mit Azubi, der Tür einbaut + Schriftzug KIGÜBA
Schilhan & Konsorten

In Schweinfurt entsteht die Werkstatt der Zukunft

Den Einsatz künstlicher Intelligenz in der überbetrieblichen Ausbildung (ÜBA) im Handwerk erforscht das Projekt "KIgÜBA – KI-gestützte überbetriebliche Ausbildung" des Bildungszentrums Schweinfurt der Handwerkskammer für Unterfranken und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) am Standort Saarbrücken. Die Vision: Künstliche Intelligenz in die überbetriebliche Ausbildung implementieren und dadurch Lehrpersonal entlasten sowie Freiraum für mehr individuelle Lernbegleitung schaffen. Auf dem Kongress Zukunft Handwerk in München stellte das Projektteam Anfang März vor, wie das in Zukunft aussehen könnte. Im Projekt entwickelt das Bildungszentrum Schweinfurt gemeinsam mit dem DFKI eine Tracking-KI, die Bewegungen von Auszubildenden erfasst, sowie eine Tutoring-KI, die Auszubildende individuell und angepasst an das Lernniveau unterstützt.

"Unsere Vision ist es, eine echtzeitgesteuerte Lernumgebung zu schaffen, in der Auszubildende individuell gefördert werden", beschreibt Uljana Bauer, stv. Leiterin des Bildungszentrums Schweinfurt. In den nächsten drei Jahren soll im Bildungszentrum eine moderne Werkstatt für den Schließtechnikkurs in der ÜBA im Metallbauhandwerk entstehen, die KI-Lernstationen und klassische Werkstattelemente vereint. „Wir möchten jungen Menschen bereits in der Ausbildung Kompetenzen im Umgang mit KI auf den Weg geben, wovon sowohl die Betriebe als auch die Gewerke selbst profitieren“, so Uljana Bauer. Das System soll so gestaltet werden, dass damit künftig das Ausbildungspersonal auch selbstständig neue Kurse konzipieren kann.

 

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Projekt "KIgÜBA - KI-Gestützte überbetriebliche Ausbildung" unter

 www.kigueba.de



Grafik einer Werkstatt mit Azubi, der Tür einbaut und verschiedenen Bildschirmen und Kameras
Schilhan & Konsorten

1. Bewegungserfassung
Ein Kameratracking analysiert Arbeitsschritte, Werkzeuge und Abläufe – präzise und ohne Sensoren am Körper.

2. Direktes Feedback
Die KI erkennt in Echtzeit Abweichungen und gibt Feedback auf einem Display. So können Fehler unmittelbar korrigiert und Abläufe gezielt verbessert werden, ohne den Arbeitsfluss zu unterbrechen.

3. Echtzeitkorrektur
Die Echtzeitkorrektur fördert saubere Bewegungen, vertieft das Verständnis für präzise Handwerksarbeit und macht Stärken und Entwicklungsfelder frühzeitig sichtbar. Selbstständiges Arbeiten wird gezielt unterstützt.



4. KI-Lernassistenz
Ein intelligenter Chatbot beantwortet Fragen zu Normen, Plänen und Prozessen – individuell und jederzeit verfügbar.

5. Gemeinsame Auswertung
Auszubildende und Ausbildende analysieren die Ergebnisse gemeinsam – Fortschritte werden messbar und nachvollziehbar.



Erste öffentliche Präsentation des Projektansatzes

Von den Impulsen, die das Projekt für die Zukunft des Lehren und Lernens im Handwerk setzen wird, überzeugten sich auf dem Kongress Zukunft Handwerk auch Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt und Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, die beide den Messestand von KIgÜBA besuchten und sich Einblicke in den Forschungsansatz erläutern ließen.

Gruppenfoto auf Messe, drei Personen
Daniel Röper
Projekt „KIgÜBA“ auf dem Kongress Zukunft Handwerk in München (v. l.): Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer für Unterfranken, Uljana Bauer, stv. Leiterin Bildungszentrum Schweinfurt, und Hubert Aiwanger, bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Technologie.

Gruppenfoto sieben Personen an Messestand
Fernanda Perrone
Einblick in ein innovatives Projekt (v. l.): Karl-Sebastian Schulte, Geschäftsführer Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), Dr. Tim Schwartz, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Uljana Bauer, stv. Leiterin Bildungszentrum Schweinfurt der Handwerkskammer für Unterfranken, Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Lukas Walter, Bildungszentrum Schweinfurt, Caspar Jacob und Fabio Andres Espinosa Valcarcel, beide DFKI.



Das Projekt "KIgÜBA – KI-gestützte überbetriebliche Ausbildung" wird gefördert im Rahmen der "Initiative für eine exzellente überbetriebliche Ausbildung (INex-ÜBA)" des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). INex-ÜBA wird durchgeführt vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

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