Hygieneregeln | Coronavirus
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Coronavirus: Aktuelle Informationen und Hinweise

Hier finden Sie eine Zusammenstellung der wichtigsten Informationen und Antworten auf häufige Fragen

+++ Aktuelle Corona-Bestimmungen (Stand: 25. Januar 2022) +++

Detaillierte Informationen zu den aktuell geltenden Regelungen finden Sie in unserer Zusammenstellung der Antworten auf aktuell häufige Fragen (FAQs).

Bitte beachten Sie auch die aktuellen Informationen zur Einrichtungsbezogenen Impfpflicht (ab 16. März 2022) für Handwerkerinnen und Handwerker, die in Kliniken, Arztpraxen und Heimen Arbeiten ausführen

Aktuell gilt die 15. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (15. BayIfSMV) 




Zentrale Beratungshotlines für Mitgliedsbetriebe in der Corona-Krise

Hotline der Unternehmensberatung

 0931 30908-3344

 unternehmensberatung@hwk-ufr.de

Vorrangig Beratung zu

  • Finanzierungshilfen bei Liquiditätsengpässen
  • Möglichkeiten der Steuerstundung

Hotline der Rechtsberatung

0931 30908-3366

 rechtsberatung@hwk-ufr.de

Vorrangig Beratung zu

  • Fragen zum Infektionsschutzgesetz
  • Arbeits- und Sozialversicherungsrecht
  • Vertragsrechtliche Konsequenzen der Corona-Krise


Die Handwerkskammer für Unterfranken hat für Sie Informationen, Kontaktdaten regionaler Ansprechpartner, Merkblätter, Antragsformulare und Mustervorlagen zur Unterstützung für Betriebe im Zusammenhang mit der Corona-Krise zusammengestellt.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat ebenfalls die wichtigsten Fragen und Antworten, die sich für Handwerksbetriebe und Betriebsinhaber aktuell stellen, in einem Corona-FAQ für Handwerksbetriebe zusammengefasst.

Allgemeine Gesundheitshinweise

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) bietet auf der Webseite www.infektionsschutz.de ein breites Angebot an Informationen rund um Infektionsschutz, z. B. Hygienetipps (gründliches Händewaschen, Nies- und Hustenetikette etc.).



Coronavirus-Hotline des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL):

 09131 6808-5101



Merkblatt für die Umsetzung eines Schutz- und Hygienekonzepts

Praktische Handlungsempfehlungen zur Umsetzung eines Schutz- und Hygienekonzepts für die Öffnung von Handels- und Dienstleistungsbetrieben nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung: Sie wurden auf Basis der jeweils gültigen Rechtsverordnung nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. 



Gewerkspezifische Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben

Zahlreiche Institutionen haben gewerkspezifische Vorgaben für die Umsetzung von Schutzmaßnahmen erarbeitet. Diesbezüglich können Sie sich bei Ihrer zuständigen Berufsgenossenschaft informieren.



Informationen zu Kursbetrieb und Prüfungen

(Stand: 26. November, 15 Uhr) In enger Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege und dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie konnte erreicht werden, dass ab sofort für die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung im Handwerk sowie für Prüfungen Vollzugsausnahmen möglich sind. Das bedeutet für die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) wurde eine Ausnahme zu der 2G-Regelung der 15. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung geschaffen. Nicht Geimpfte bzw. nicht Genesene können mit Erfüllung einer täglichen Testpflicht (Schnell-/Selbsttest) an der ÜLU teilnehmen.
Im Laufe der nächsten Woche werden die Vorgaben konkretisiert und Betriebe sowie Teilnehmer informiert.

Für alle weiteren Kurse gilt aufgrund des Beschlusses der Bayerischen Staatsregierung vom 23. November 2021 für die Bildungsstätten und Akademien der Handwerkskammer ab 24. November 2021 die 2G-Regel, d.h. teilnehmen kann nur, wer folgende Bedingungen erfüllt:

  • Geimpfte Personen mit Impfnachweis
  • Genesene Personen mit Genesenennachweis

Für Prüfungen gelten Ausnahmeregelungen.

 zu den detaillierten Informationen für Kurs- und Prüfungsteilnehmer/innen



Arbeitsschutz und Arbeitsrecht

Der Arbeitgeber ist grundsätzlich verpflichtet, die Sicherheit und Gesundheit seiner Mitarbeiter zu gewährleisten.

Neben den grundsätzlichen Schutzmaßnahmen werden für Handwerkerinnen und Handwerker im Kundendienst während der Corona-Pandemie einige weitere Maßnahmen und Vorgehensweisen empfohlen. Diese sind als Informationen zu Schutzmaßnahmen für Handwerkerinnen und Handwerker im Kundendienst (Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) zusammengefasst.

Weitergehende Empfehlungen, was Betriebe und Beschäftigte branchenspezifisch tun können, um sich vor dem Corona-Virus zu schützen, werden von den jeweiligen Berufsgenossenschaften bereitgestellt.

 Besondere Arbeitschutzmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Mutterschutz während der Corona-Pandemie (Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, Stand: 21. September 2021)

Corona-Arbeitsschutzverordnung

Am 22.11.2021 wurde eine weitere Verlängerung derSARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) bis einschließlich 19. März 2022 beschlossen. Um den Gesundheitsschutz der Beschäftigten weiterhin zu gewährleisten, sieht sie insbesondere folgende Maßnahmen vor:

  • Arbeitgeber sind weiterhin verpflichtet, in ihren Betrieben mindestens zweimal pro Woche für alle in Präsenz Arbeitenden Antigen-Schnell- oder Selbsttests anzubieten. Darunter fallen auch Auszubildende.
  • Die Arbeitgeber müssen auf Basis einer Gefährdungsbeurteilung betriebliche Hygienekonzepte erstellen beziehungsweise vorhandene Konzepte anpassen und den Beschäftigten in geeigneter Weise zugänglich machen. Dazu wird zusätzlich auf die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel und die branchenbezogenen Praxishilfen der Unfallversicherungsträger verwiesen.
  • Die Maskenpflicht bleibt überall dort bestehen, wo technische oder organisatorische Maßnahmen keinen ausreichenden Schutz bieten. Näheres ergibt sich aus dem betrieblichen Hygienekonzept.
  • Betriebsbedingte Personenkontakte sind nach wie vor einzuschränken.
  • Die gleichzeitige Nutzung von Räumen durch mehrere Personen ist auf das notwendige Minimum zu reduzieren.
  • Auch während der Pausenzeiten und in Pausenbereichen muss der Infektionsschutz gewährleistet bleiben.
  • Arbeitgeber müssen weiterhin Beiträge zur Erhöhung der Impfbereitschaft leisten, indem sie Beschäftigte über die Risiken einer COVID-19 Erkrankung und bestehende Möglichkeiten einer Impfung informieren, die Betriebsärzte bei betrieblichen Impfangeboten unterstützen sowie Beschäftigte zur Wahrnehmung außerbetrieblicher Impfangebote freistellen.

Für weitere Informationen hat das Bundesarbeitsministerium eine Übersicht mit Fragen und Antworten zur Corona-Arbeitsschutzverordnung veröffentlicht: BMAS - FAQs zur Corona-Arbeitsschutzverordnung

Neu hinzugekommen sind Regelungen des betrieblichen Infektionsschutzes in §28b des Infektionsschutzgesetzes, die ebenfalls befristet bis einschließlich 19. März 2022 gelten. Diese umfassen:

  • betriebliche 3G-Regelungen: Arbeitgeber und Beschäftigte müssen bei Betreten der Arbeitsstätte eine Impf- und Genesenennachweis oder eine aktuelle Bescheinigung über einen negativen Coronatest mitführen.
  • Arbeitgeber müssen kontrollieren, ob die Beschäftigten dieser Verpflichtung nachkommen und diese Kontrollen dokumentieren.
  • Homeoffice-Pflicht: Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Die Beschäftigten haben dieses Angebot anzunehmen, soweit ihrerseits keine Gründe entgegenstehen.


Informationen zu folgenden weiteren Themen:

Ausführliche Informationen zu handwerklichen Tätigkeiten mit grenzüberschreitenden Bezug finden Sie auf derHomepage von Bayern Handwerk International.

Vor allem für die Rückkehrer aus so genannten Risikogebieten gelten besondere Vorschriften. Die derzeit geltende Coronavirus Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV) regelt einheitlich für ganz Deutschland die Anmeldepflicht (digitale Einreiseanmeldung), die Testnachweispflicht und die Quarantänebestimmungen für die Einreise aus einem Risikogebiet nach Deutschland. Die jeweils aktuellen Coronavirus-Risikogebiete sind auf der Webseite des Robert Koch-Instituts veröffentlicht.

Weitere Informationen zum Umgang mit Quarantänevorschriften liefert das folgende Merkblatt des Unternehmerverbands Deutsches Handwerk (UDH): Merkblatt "Corona: Umgang mit Quarantänevorschriften"

Empfehlungen für Arbeitgeber: Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) empfiehlt grundsätzlich, die Mitarbeiter über die bestehenden Quarantäneregeln für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten zu informieren. Auch auf die entsprechenden Informationsseiten zu Risikogebieten sollte hingewiesen werden. Die Arbeitnehmer sollten zudem darüber informiert werden, dass ihnen während der Zeit der Quarantäne, sofern keine Arbeitsleistung im Home-Office möglich ist, kein Anspruch auf Lohnzahlung zusteht.

Wenn Beschäftigte bestimmte übertragbare Krankheitserreger in sich tragen bzw. ein Verdacht dahingehend besteht, stellen sie eine Gefahr für die Gesundheit anderer Menschen dar. Wird aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) deshalb verboten der Erwerbstätigkeit nachzugehen und die Betroffenen erleiden aufgrund dessen einen Verdienstausfall, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Entschädigung beantragt werden.

Weitere Informationen zu Entschädigungsansprüchen nach dem IfSG finden Sie auf der Webseite des Freistaats Bayern zu Verdienstausfallentschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz und im FAQ-Papier des Bundesministeriums für Gesundheit.

Aufgrund eines neuen Gesetzes zum Kinderkrankengeld kann Arbeitsausfall für Kinderbetreuung als Kinderkrankengeld bei der Krankenkasse beantragt werden. Häufige Fragen zu Kinderkrankentagen und Kinderkrankengeld werden vom Bundesgesundheitsministerium beantwortet: Fragen und Antworten zu Kinderkrankentagen und Kinderkrankengeld - Bundesgesundheitsministerium.


Liquiditätshilfen und Direktzuschüsse im Zusammenhang mit dem Coronavirus

Die Maßnahmen zum Infektionsschutz und Lieferengpässe sorgen in einigen Branchen des Handwerks weiter für eine angespannte Liquiditätssituation. Bund und Länder stellen zur Unterstützung verschiedene Liquiditätshilfen zur Verfügung und steuerrechtliche Corona-Erleichterungen auch weiterhin in Aussicht. Die aktuellen finanziellen Hilfen finden Sie im Folgenden sowie im Infoblatt zusammengefasst.

 Infoblatt zu finanziellen Hilfen für Betriebe in der Corona-Krise (Stand: 15.12.2021)

Bitte beachten Sie: Das Infoblatt wird laufend aktualisiert. Sie finden darin die jeweils neuesten Informationen zu allen Unterstützungshilfen zusammengefasst.



Überbrückungshilfen

Überbrückungshilfe III Plus

Zur Existenzsicherung kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) wurde für den Zeitraum November 2020 bis Dezember 2021 die Programmreihe Überbrückungshilfen durch den Bund aufgelegt. Die Fördervoraussetzungen des Programms entsprechen denen der Überbrückungshilfe III.

Eine Antragstellung ist bis zum 31. März 2022 möglich, der Förderzeitraum umfasst die Monate Juli 2021 bis Dezember 2021. Die Überbrückungshilfe III Plus umfasst eine Restart-Prämie, die einen höheren Zuschuss zu den Personalkosten vorsieht.

Zudem gilt eine Sonderregelung. Betriebe, die infolge von Corona-Zutrittsbeschränkungen (3G, 2G, 2G-Plus) Einschränkungen des Geschäftsbetriebes hinnehmen mussten oder aufgrund dessen eine freiwillige Schließung (Unwirtschaftlichkeit) vornahmen sind befristet für den Zeitraum 1. November bis 31. Dezember 2021 antragsberechtigt. Wirtschaftliche Beweggründe sind bei der Antragstellung nachvollziehbar zu plausibilisieren.

Antragsberechtigt sind Unternehmen im Vollerwerb, die pandemiebedingt in einem Monat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30% gegenüber dem Referenzmonat, typischerweise im Vergleich zum Referenzmonat des Jahres 2019, erlitten haben. Der Förderhöchstbetrag liegt bei 1,5 Millionen Euro pro Fördermonat (junge Unternehmen mit Gründung zwischen 1.1.2019 und 31.10.2020, max. 1,8 Millionen Euro). Bei der Überbrückungshilfe III Plus werden bei Erstantragstellung Abschlagszahlungen in Höhe von 50 Prozent der beantragten Förderung gewährt (maximal 100.000 Euro pro Monat bzw. insgesamt bis zu 600.000 Euro). Als Stichtag für die Beschäftigtenzahl wird der 29. Februar 2020 angenommen.

 Die Antragstellung von Überbrückungshilfe III Plus und Überbrückungshilfe IV erfolgt ausschließlich über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer und/oder Rechtsanwälte unterwww.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.
Ein entsprechender Umsatzeinbruch muss durch den prüfenden Dritten bestätigt werden. Beratungskosten für prüfende Dritte im Zusammenhang mit der Antragstellung und einer Schlussabrechnung sind anteilig förderfähig. Bei Antragstellung sind die Voraussetzungen sowie die Höhe der erstattungsfähigen Fixkosten glaubhaft zu belegen. Gleiches gilt für den nachträglichen Nachweis. Mögliche Überzahlungen sind zurückzuerstatten.Die Antragstellung kann ausschließlich über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer und/oder Rechtsanwälte

Die Antragsteller können wählen, nach welcher beihilferechtlichen Regelung sie die Überbrückungshilfe III (Plus) beantragen:

  • Auf Basis der Bundesregelung Fixkostenhilfe (Zuschusshöhe 1 bis 4 Millionen Euro) ist zu beachten, dass aufgrund des europäischen Beihilferechts entsprechende Verluste nachgewiesen werden müssen. Eine Förderung ist je nach Unternehmensgröße bis zu 70 bzw. 90 Prozent der ungedeckten Fixkosten möglich.
  • Auf Basis der Kleinbeihilfenregelung (bei staatlichen Zuschüssen von insgesamt bis zu 1 Million Euro) ohne den Nachweis von Verlusten. Junge Unternehmen, deren Gründungsdatum zwischen dem 1.1.2019 und dem 31.10.2020 liegt, fallen darunter.

Förderfähig sind ungedeckte betriebliche Fixkosten (bspw. Mieten, Schuldzinsen) gemäß Aufstellung in den FAQs des BMWI (Punkt 2.4).

Die Höhe der Förderung orientiert sich am Rückgang des Umsatzes im Vergleich des Fördermonats zum Vorjahresmonat. Es gilt folgende Staffelung:

  • bis zu 100 % der Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70%
  • bis zu 60 % der Fixkosten bei Umsatzeinbruch von 50 % bis 70 %
  • bis zu 40 % der Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 30 %
Überbrückungshilfe IV

Leistungen der Überbrückungshilfe IV knüpfen an die der vorangegangenen Überbrückungshilfen an. Fördervoraussetzungen dieses Programms entsprechen im Wesentlichen denen der Überbrückungshilfe III Plus. Abweichungen gibt es jedoch in der Förderhöhe. Galt bei der Überbrückungshilfe III Plus ein maximaler Fördersatz in Höhe von 100 Prozent der Fixkosten (Voraussetzung: Umsatzeinbruch größer 70 Prozent), so liegt dieser bei der Überbrückungshilfe IV bei maximal 90 Prozent.

Der Förderzeitraum umfasst die Monate Januar bis März 2022. Ende der Antragsfrist für Erstanträge ist der 30. April 2022. Neben einem vereinfachten Zugang zum Eigenkapitalzuschuss sieht die Überbrückungshilfe IV insbesondere einen erhöhten Beihilferahmen, eine zusätzliche Antragsberechtigung für Jungunternehmen, die bis zum 30 September 2021 gegründet wurden, sowie eine erweiterte Förderung von Hygienemaßnahmen (FAQ des Bundes (Punkt 3)) vor.

Die Sonderregelung der Überbrückungshilfe III Plus für Unternehmen, die infolge von Corona-Zutrittsbeschränkungen (3G, 2G, 2G-Plus) freiwillig eine Schließung aufgrund von Unwirtschaftlichkeit vornahmen oder Einschränkungen des Geschäftsbetriebes hinnehmen mussten, wurde verlängert. Zeitlich befristet sind diese zunächst vom 1. bis 31. Januar 2022 antragsberechtigt.



Neustarthilfe Plus

Soloselbständige, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften, die vor dem 1. November 2020 gegründet wurden, können im Rahmen der Neustarthilfe Plus eine einmalige Betriebskostenpauschale (Umsatzerstattung) ansetzen. Die Höhe des Vorschusses / der Betriebskostenpauschale beträgt einmalig 50% des dreimonatigen Referenzumsatzes aus 2019, maximal bis zu 4.500 Euro für Soloselbständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften (Mehr-Personen-Gesellschaften maximal bis zu 18.000 Euro).

Antragsberechtigt sind Soloselbständige und Unternehmen, die im Rahmen der Überbrückungshilfe III Plus keine Fixkosten geltend machen können, aber dennoch hohe Umsatzeinbrüche zu verzeichnen hatten. Das Einkommen der Unternehmen muss zu mindestens 51% aus der gewerblichen Tätigkeit erzielt worden sein (i.d.R. 2019 als Referenzzeitraum).

Durch die Neustarthilfe Plus werden die Förderzeiträume Juli bis September 2021 und Oktober bis Dezember 2021 abgedeckt. Die Beantragung erfolgt separat für jedes der Quartale. Erst- als auch Änderungsanträge können bis zum 31. März 2022 gestellt werden.

Änderungen der Kontoverbindung sind ebenso bis zu diesem Termin möglich. Anträge auf Neustarthilfe Plus können eigenständig durch Soloselbständige und Personengesellschaften über die Online-Plattform des BMWI (direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de) gestellt werden. Zur Legitimation ist ein ELSTER-Zertifikat (bekannt aus der Steuererklärung) erforderlich. Alternativ ist die Beantragung über einen prüfenden Dritten, d.h. über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer und/oder Rechtsanwälte möglich. Für juristische Personen ist die Beantragung durch einen prüfenden Dritten obligatorisch.

Nach Ablauf des Förderzeitraums ist der Empfänger der Neustarthilfe Plus verpflichtet, bis zum 30. Juni 2022 eine Endabrechnung zu erstellen. Erfolgt keine Endabrechnung, ist die Betriebskostenpauschale vollständig zurückzuzahlen.



Eigenkapitalzuschuss (zusätzlich zur Fixkostenerstattung)

Unternehmen mit einem monatlichen Umsatzeinbruch von durchschnittlich mindestens 50 Prozent im Dezember 2021 und Januar 2022 können einen Eigenkapitalzuschuss von 30 Prozent auf die Summe der möglichen Fixkostenerstattung für jeden Fördermonat erhalten, für den eine Antragsberechtigung besteht.



Härtefallhilfe

Bund und Länder haben einen Härtefallfonds für Fälle beschlossen, in denen die bestehenden Corona-Hilfsprogramme nicht greifen. Für diejenigen Unternehmen, für die keine der genannten Hilfen in Frage kommt, gibt es die sogenannte Corona-Härtefallhilfe des Bundeslandes Bayern. Details zur Härtefallhilfe finden sie unter www.haertefallhilfen.de



Finanzierungshilfen (Darlehen, Bürgschaften)

Bayerische Unternehmen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus von Liquiditätsproblemen beispielsweise aufgrund unterbrochener Lieferketten betroffen sind, werden vom Freistaat Bayern unterstützt. Über die LfA Förderbank Bayern, die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und verschiedene Bürgschaftsprogramme können Kredite und Bürgschaften an betroffene Betriebe ausgereicht werden, die weiterhin über ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell verfügen.

Ihr Weg zur Finanzierungshilfe: Erster Ansprechpartner für die finanziellen Unterstützungsangebote ist Ihre Hausbank – sie berät und beantragt die finanziellen Hilfen bei LfA, KfW und der Bürgschaftsbank Bayern. Bitte sprechen Sie daher zuerst mit Ihrer Hausbank.

Auf der zentralen Informationsplattform des Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie unter
www.stmwi.bayern.de/coronavirus
finden Sie einen kompakten und laufend aktualisierten Überblick über alle aktuellen finanziellen Überbrückungshilfen (Darlehen, Bürgschaften etc.).

Darüber hinaus gibt es eine Coronavirus-Hotline des Staatsministeriums:

 089 2162-2101

(Montag - Donnerstag: 07:30 - 17:00 Uhr, Freitag: 07:30 - 16:00 Uhr)



Weitere finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten:

Anspruch auf die Leistungen der Grundsicherung nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) haben nicht nur erwerbsfähige und arbeitssuchende Menschen, sondern auch Selbstständige und Freiberufler. Hartz IV-Empfänger können grundsätzlich jede selbstständige Tätigkeit ausüben. Dies bedeutet auch, dass bei Selbstständigkeit Anspruch auf das Arbeitslosengeld II besteht, wenn das erzielte Einkommen nicht zur Deckung des Lebensunterhalts ausreicht.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Agentur für Arbeit:
Selbstständige, die von der Möglichkeit der Antragspflichtversicherung („freiwillige Weiterversicherung in der Arbeitslosenversicherung“) nach §28a SGBIII Gebrauch gemacht haben, und deren wöchentliche Arbeitszeit bedingt durch die Corona-Krise auf unter 15 Stunden fällt, können möglicherweise einen Antrag auf Arbeitslosengeld I stellen.
Das Bundesministerium der Finanzen und die obersten Finanzbehörden der Länder haben verschiedene steuerliche Erleichterungen beschlossen, um die von der Corona-Krise unmittelbar und nicht unerheblich negativ wirtschaftlich betroffenen Steuerpflichtigen zu entlasten. Ziel ist es, die Liquidität bei Unternehmen zu verbessern, die durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind.
Aktuelle Informationen zu Stundungsmöglichkeiten für Beitröge zur Berufsgenossenschaften sind im Infoblatt zu finanziellen Hilfen für Betriebe in der Corona-Krise zusammengefasst.
 

Kurzarbeit

Für Unternehmen, die durch das Coronavirus Auftragsengpässe erleiden, ist die Beantragung von Kurzarbeitergeld grundsätzlich möglich. Dies hat die Bundesagentur für Arbeit offiziell klargestellt.

Kurzarbeitergeld kommt in Frage, wenn aufgrund des Coronavirus Lieferungen ausbleiben und dadurch die Arbeitszeit verringert werden muss oder wenn staatliche Schutzmaßnahmen dafür sorgen, dass der Betrieb vorrübergehend geschlossen wird. Bevor Betriebe Kurzarbeitergeld beantragen, müssen sie die zuständige Agentur für Arbeit kontaktieren. Diese prüft, ob die Voraussetzungen erfüllt sind.

Hier können Betriebe Kurzarbeitergeld beantragen und finden weitere wichtige Informationen:  Webseite zur Bundesagentur für Arbeit

Informationen erhalten betroffene Betriebe auch über folgende Arbeitgeber-Hotline der Bundesagentur für Arbeit:

 0800 45555 20

(Montag - Freitag: 8.00 Uhr - 18.00 Uhr, Anrufe werden jeweils an die regional zuständigen Agenturen geroutet)

Für Betriebe am Bayerischen Untermain gibt es eine zusätzliche Arbeitgeberhotline:
06021 390 575

Übernahme von Auszubildenden und Einstellungen im Bereich Ausbildung während Kurzarbeit

Die Übernahme von Auszubildenden nach der Ausbildung war schon fest geplant, das Unternehmen war aber gezwungen aufgrund der Corona-Krise Kurzarbeit anzumelden: Wenn der Auszubildende nach abgeschlossener Ausbildung in ein Arbeitsverhältnis übernommen wird, kann er bei Bedarf direkt in den Bezug von Kurzarbeitergeld gehen, teilt die Bundesagentur für Arbeit mit. Dies ermögliche es, Fachkräfte zu halten und Unternehmen optimal für die Zeit nach Corona aufzustellen.

Sie weist zudem darauf hin, dass auch während der Kurzarbeit die Einstellung von Auszubildenden für das neue Ausbildungsjahr möglich ist, sofern diese nicht in Kurzarbeit (also regulär) beschäftigt werden können.



Hilfsprogramm für Ausbildungsbetriebe in der Corona-Krise

Mit dem Programm "Ausbildungsplätze sichern" unterstützt die Bundesregierung Ausbildungsbetriebe in der Corona-Krise. Konkret können sie unter bestimmten Voraussetzungen Prämien erhalten, wenn sie das Ausbildungsniveau trotz Krise erhalten oder sogar erhöhen.

Auch Unternehmen, die Lehrlinge aus Corona-bedingt insolventen Betrieben übernehmen können eine Förderung erhalten.

ausführliche Informationen zum Hilfsprogramm "Ausbildungsplätze sichern"



Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) zu den Auswirkungen von Corona

Die Auswirkungen des Coronavirus auf die deutsche Wirtschaft insgesamt und auf Handwerksbetriebe sind erheblich. Um immer wieder ein aktuelles Bild von der Betroffenheit der Betriebe zu erhalten, führt der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) gemeinsam mit vielen Handwerkskammern und Fachverbänden des Handwerks seit März 2020 regelmäßig eine Umfrage durch.

Allen Betrieben, die sich in diesen wirtschaftlich herausfordernden Zeiten die Zeit nehmen, an der Befragung teilzunehmen, im Voraus vielen Dank!

Der nächste Umfragezeitraum findet vom 2. bis 7. Februar 2022 statt.





Hinweis: Die hier aufgeführten Informationen wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt. Dennoch können wir aufgrund der aktuellen Lage eine Vollständigkeit und permanente Aktualität nicht immer gewährleisten.