Hygieneregeln | Coronavirus
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Coronavirus: Aktuelle Informationen und Hinweise

Hier finden Sie eine Zusammenstellung der wichtigsten Informationen und Antworten auf häufige Fragen

+++ Teil-Lockdown vom 2. bis 30. November 2020 +++

Mit Wirkung ab 02. November 2020 greifen aufgrund der 8. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung verschärfte Maßnahmen bei den Kontaktbeschränkungen. Mit der Verordnung wurden aber auch Einschränkungen vorgenommen, die einige Bereiche des Handwerks betreffen.



 Hier gelangen Sie zur Seite "Corona aktuell" mit Informationen zu Betriebsschließungen und Beschränkungen sowie weiteren Antworten auf häufige aktuelle Fragen



Zentrale Beratungshotlines für Mitgliedsbetriebe in der Corona-Krise

Hotline der Unternehmensberatung

 0931 30908-3344

 unternehmensberatung@hwk-ufr.de

Vorrangig Beratung zu

  • Finanzierungshilfen bei Liquiditätsengpässen
  • Möglichkeiten der Steuerstundung

Hotline der Rechtsberatung

  0931 30908-3366

 rechtsberatung@hwk-ufr.de

Vorrangig Beratung zu

  • Fragen zum Infektionsschutzgesetz
  • Arbeits- und Sozialversicherungsrecht
  • Vertragsrechtliche Konsequenzen der Corona-Krise


Die Handwerkskammer für Unterfranken hat für Sie Informationen, Kontaktdaten regionaler Ansprechpartner, Merkblätter, Antragsformulare und Mustervorlagen zur Unterstützung für Betriebe im Zusammenhang mit der Corona-Krise zusammengestellt.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat ebenfalls die wichtigsten Fragen und Antworten, die sich für Handwerksbetriebe und Betriebsinhaber aktuell stellen, in einem Corona-FAQ für Handwerksbetriebe zusammengefasst.

Was bedeutet die Kontaktbeschränkung in Bayern?

Folgende Regelungen gelten aktuell:

  • Der Aufenthalt im öffentlichen Raum,  in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken ist nur gestattet mit Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich den Angehörigen eines weiteren Hausstands, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt höchstens zehn Personen nicht überschritten wird.  Dies gilt nicht für berufliche und dienstliche Tätigkeiten sowie für ehrenamtliche Tätigkeiten in Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, bei denen ein Zusammenwirken mehrerer Personen zwingend erforderlich ist.
  • Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten. Wo die Einhaltung des Mindestabstands im öffentlichen Raum nicht möglich ist, soll eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.


Diese allgemeinen Regelungen gelten, sofern die Corona-Ampel Bayern, die am 15. Oktober 2020 beschlossen wurde, keine anderweitigen Regelungen für den jeweiligen Landkreis vorschreibt, in dem sich der Betriebssitz befindet bzw. Arbeiten ausgeführt werden.

 Detaillierte Infos hierzu auf der Webseite des Bayerischen Innenministeriums.

Die Kontaktbeschränkungen und Einschränkungen für Betriebsöffnung gelten vorerst vom 02.11.2020 bis 30.11.2020, 24:00 Uhr.

Seit dem 2. November ist die . Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (8. BayIfSMV) vom 30. Oktober 2020 in Kraft. 



Allgemeine Gesundheitshinweise

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) bietet auf der Webseite www.infektionsschutz.de ein breites Angebot an Informationen rund um Infektionsschutz, z. B. Hygienetipps (gründliches Händewaschen, Nies- und Hustenetikette etc.).



Coronavirus-Hotline des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL):

 09131 6808-5101



Merkblatt für die Umsetzung eines Schutz- und Hygienekonzepts

Praktische Handlungsempfehlungen zur Umsetzung eines Schutz- und Hygienekonzepts für die Öffnung von Handels- und Dienstleistungsbetrieben gemäß § 12 der 6. BayIfSMV: Sie wurden auf Basis der jeweils gültigen Rechtsverordnung nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. 



Checkliste für die Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzeptes

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege stellt für Unternehmen eine Checkliste zur Verfügung. Diese Liste kann zur Umsetzung der geforderten Schutzmaßnahmen im Betrieb genutzt werden.

Gewerkspezifische Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben

Zahlreiche Institutionen haben gewerkspezifische Vorgaben für die Umsetzung von Schutzmaßnahmen erarbeitet. Diese sind in der beigefügten Linksammlung zusammengestellt.



Arbeitsschutz und Arbeitsrecht

Der Arbeitgeber ist grundsätzlich verpflichtet, die Sicherheit und Gesundheit seiner Mitarbeiter zu gewährleisten. Prinzipiell gilt jedoch: Wer nicht erkrankt ist, muss zur Arbeit erscheinen.

Neben den grundsätzlichen Schutzmaßnahmen, wie das Abstandhalten von anderen Personen (mindestens 1,5 Meter) und Einhaltung von Hygieneregeln werden für Handwerkerinnen und Handwerker im Kundendienst während der Corona-Pandemie einige weitere Maßnahmen und Vorgehensweisen empfohlen. Diese sind als Informationen zu Schutzmaßnahmen für Handwerkerinnen und Handwerker im Kundendienst (Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) zusammengefasst.

Weitergehende Empfehlungen, was Betriebe und Beschäftigte branchenspezifisch tun können, um sich vor dem Corona-Virus zu schützen, werden von den jeweiligen Berufsgenossenschaften bereitgestellt.

 Besondere Arbeitschutzmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Mutterschutz während der Corona-Pandemie (Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, Stand: 11. November 2020)

Vorsichtsmaßnahmen nach Urlaub/Reise in Risikogebiet

Vor allem für Rückkehrer aus so genannten Risikogebieten gelten besondere Vorschriften. Die jeweils aktuellen Coronavirus-Risikogebiete sind auf der Webseite des Robert Koch-Instituts veröffentlicht zu finden. Ob Quarantänemaßnahmen für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten angeordnet werden sollten, ist den jeweils aktuellen Verordnungen des Bundeslandes Bayern zu entnehmen.
Grundsätzlich ist der Arbeitgeber berichtigt, einen Arbeitnehmer danach zu fragen, ob er sich im Urlaub in einem Risikogebiet aufgehalten hat. Ist das der Fall, kann die Erbringung der Arbeitsleistung im Home-Office angeordnet werden. Wenn das nicht möglich ist, kann der Arbeitnehmer freigestellt werden. In diesem Fall besteht kein Anspruch auf Lohnfortzahlung.

Empfehlungen für Arbeitgeber: Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) empfiehlt grundsätzlich, die Mitarbeiter über die bestehenden Quarantäneregeln für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten zu informieren. Es sollte darauf hingewiesen werden, dass die aktuelle Einreiseverordnung des Bundeslandes eine Quarantänepflicht bei der Rückkehr aus Risikogebieten vorsieht. Auch auf die entsprechenden Informationsseiten, mit stets aktualisierten Informationen zu Risikogebieten, sollte hingewiesen werden. Die Arbeitnehmer sollten zudem darüber informiert werden, dass ihnen während der Zeit der Quarantäne kein Anspruch auf Lohnzahlung zusteht.



Hinweis für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die positiv auf Covid-19 getestet sind oder in Quarantäne geschickt werden

Wenn Beschäftigte bestimmte übertragbare Krankheitserreger in sich tragen bzw. ein Verdacht dahingehend besteht, stellen sie eine Gefahr für die Gesundheit anderer Menschen dar. Wird aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) deshalb verboten der Erwerbstätigkeit nachzugehen und die Betroffenen erleiden aufgrund dessen einen Verdienstausfall, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Entschädigung beantragt werden.

Weitere Informationen zu Entschädigungsansprüchen nach dem IfSG finden Sie auf der  Webseite des Freistaats Bayern zu Verdienstausfallentschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetzund im FAQ-Papier des Bundesministeriums für Gesundheit.



Hinweise für Ausbildungsbetriebe

Meisterkurse und überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen für die Fachstufe in Vorbereitung auf anstehende Abschlussprüfungen finden aktuell wieder statt. Die jeweiligen Kursteilnehmer wurden und werden hierzu jeweils persönlich benachrichtigt. Alle Bildungszentren haben erforderliche Hygienekonzepte und Regelungen erarbeitet, die eine Durchführung der Kurse, unter Beachtung des gebotenen Infektionsschutzes zulassen.

Besondere Fallgestaltungen (z. B. Staatliches Gesundheitsamt ordnet Maßnahmen wie Quarantäne oder berufliches Tätigkeitsverbot an) sind gesondert zu betrachten.

Weitere Informationen zu Regelungen bezüglich Arbeitszeiten von Auszubildenden in der aktuellen Situation liefert das beigefügte FAQ. Informationen zu Prüfungen sind unter dem Punkt "Kurse und Prüfungen" zu finden.



Kurzarbeit

Für Unternehmen, die durch das Coronavirus Auftragsengpässe erleiden, ist die Beantragung von Kurzarbeitergeld grundsätzlich möglich. Dies hat die Bundesagentur für Arbeit offiziell klargestellt.

Kurzarbeitergeld kommt in Frage, wenn aufgrund des Coronavirus Lieferungen ausbleiben und dadurch die Arbeitszeit verringert werden muss oder wenn staatliche Schutzmaßnahmen dafür sorgen, dass der Betrieb vorrübergehend geschlossen wird. Bevor Betriebe Kurzarbeitergeld beantragen, müssen sie die zuständige Agentur für Arbeit kontaktieren. Diese prüft, ob die Voraussetzungen erfüllt sind.

Hier können Betriebe Kurzarbeitergeld beantragen und finden weitere wichtige Informationen:  Webseite zur Bundesagentur für Arbeit

Informationen erhalten betroffene Betriebe auch über folgende Arbeitgeber-Hotline der Bundesagentur für Arbeit:

 0800 45555 20

(Montag - Freitag: 8.00 Uhr - 18.00 Uhr, Anrufe werden jeweils an die regional zuständigen Agenturen geroutet)

Für Betriebe am Bayerischen Untermain gibt es eine zusätzliche Arbeitgeberhotline:
06021 390 575

Übernahme von Auszubildenden und Einstellungen im Bereich Ausbildung während Kurzarbeit

Die Übernahme von Auszubildenden nach der Ausbildung war schon fest geplant, das Unternehmen war aber gezwungen aufgrund der Coronakrise Kurzarbeit anzumelden: Wenn der Auszubildende nach abgeschlossener Ausbildung in ein Arbeitsverhältnis übernommen wird, kann er bei Bedarf direkt in den Bezug von Kurzarbeitergeld gehen, teilt die Bundesagentur für Arbeit mit. Dies ermögliche es, Fachkräfte zu halten und Unternehmen optimal für die Zeit nach Corona aufzustellen.

Sie weist zudem darauf hin, dass auch während der Kurzarbeit die Einstellung von Auszubildenden für das neue Ausbildungsjahr möglich ist, sofern diese nicht in Kurzarbeit (also regulär) beschäftigt werden können.



Liquiditätshilfen und Direktzuschüsse im Zusammenhang mit dem Coronavirus

Die Bayerische Staatsregierung hat im März 2020 einen Rettungsschirm für die von der Corona-Krise betroffene Wirtschaft beschlossen. Der Bayerische Schutzschild umfasste unter anderem einen Soforthilfe-Fonds für kleine und mittelständische Unternehmen sowie eine Ausweitung des Bürgschaftsrahmens für die LfA Förderbank Bayern. Auch das Bundesfinanzministerium und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie haben ein milliardenschweres Hilfsprogramm und steuerpolitische Maßnahmen beschlossen. Die Maßnahmen des Bundes und des Landes Bayern im Bereich der Soforthilfe wurden seit Ende März zu einem nahezu einheitlich sich ergänzenden Programm zusammengeführt und konnten bis Ende Mai 2020 beantragt werden. Als weitere Maßnahme für Unternehmen, die coronabedingte Umsätze verzeichnen, wurde ein Programm für Überbrückungshilfen aufgelegt.



Außerordentliche Wirtschaftshilfe – Novemberhilfe

Aufgrund des teilweisen Lockdowns im Monat November 2020 sollen hiervon betroffene Betriebe, die dadurch zur Schließung verpflichtet sind, unterstützt werden. Auch mittelbar betroffene Betriebe können eine Unterstützung erhalten. Bitte beachten Sie: Aktuell ist eine Antragstellung leider noch nicht möglich.

Die Antragstellung soll voraussichtlich wieder über den Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer über die Überbrückungshilfe-Plattform (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de) erfolgen.

Soloselbstständige sollen bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro direkt antragsberechtig sein.



Überbrückungshilfen

Zur Sicherung der Existenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen gibt es für coronabedingten Umsatzausfall ein Programm für Überbrückungshilfen. Nach der Überbrückungshilfe I für die Monate Juni, Juli und August, deren Beantragung mit Ende September ausgelaufen ist, können ab dem 21. Oktober bis einschließlich 31. Dezember 2020 Anträge auf die Überbrückungshilfe II für die Monate September bis Dezember neu gestellt bzw. verlängert oder ausgeweitet werden.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufler, die durch die Corona-Pandemie besonders stark von Umsatzeinbußen betroffen sind. Die Förderung greift, wenn der Umsatz in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 50 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten zurückgegangen ist. Alternativ reicht ein durchschnittlicher Umsatzrückgang im gesamten Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 30 Prozent.

Folgende Neuerungen im Vergleich zur Phase I wurden für die Überbrückungshilfe II umgesetzt:

  • Die Fördersätze für die erstattungsfähigen Kosten betragen nun 90 anstatt 80 Prozent.
  • Die bisherigen Förderdeckel für kleine und mittelständische Unternehmen werden abgeschafft, alle Unternehmen können jetzt bis zu 50.000 Euro erhalten.
  • Die Personalkostenpauschale wird von 10 auf 20 Prozent verdoppelt.

Nähere Infos bietet auch das Bayerische Wirtschaftsministerium.



HINWEIS ZUR IT-SICHERHEIT

Das Bayerische Landeskriminalamt weist darauf hin, dass derzeit im Netz eine betrügerische E-Mail in Zusammenhang mit COVID-19 Überbrückungshilfen kursiert. Als Adressat wird das Wahlkreisbüro der Europäschen Kommission in Berlin vorgetäuscht. In den E-Mails wird der Empfänger dazu aufgefordert, auf elektronischen Weg einen Covid-19-Soforthilfeantrag einzureichen. Dies sei auch dann noch möglich, wenn bereits ein Antrag auf anderem Weg gestellt wurde, dieser jedoch noch nicht beantwortet wurde. Bei Bewilligung des Antrags wird ein Zuschuss in Höhe von 5.000 bis 50.000 Euro in Aussicht gestellt. Die E-Mails werden augenscheinlich von der E-Mail-Adresse „deutschland@eu‑coronahilfe.de“ verschickt. Der Antrag befindet sich als PDF-Datei im Anhang des Schreibens. Betriebe, die eine solche E-Mail erhalten, sollten diese nicht öffnen.

 Mehr Informationen zum Thema "IT-Sicherheit in der Corona-Krise"



Die Antragstellung für die Überbrückungshilfe kann ausschließlich über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer unter  www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de erfolgen.



 Antworten auf häufige Fragen (FAQ) zur Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen



Finanzierungshilfen (Darlehen, Bürgschaften)

Bayerische Unternehmen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus von Liquiditätsproblemen beispielsweise aufgrund unterbrochener Lieferketten betroffen sind, werden vom Freistaat Bayern unterstützt. Über die LfA Förderbank Bayern, die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und verschiedene Bürgschaftsprogramme können Kredite und Bürgschaften an betroffene Betriebe ausgereicht werden, die weiterhin über ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell verfügen.

Ihr Weg zur Finanzierungshilfe: Erster Ansprechpartner für die finanziellen Unterstützungsangebote ist Ihre Hausbank – sie berät und beantragt die finanziellen Hilfen bei LfA, KfW und der Bürgschaftsbank Bayern. Bitte sprechen Sie daher zuerst mit Ihrer Hausbank.

Auf der zentralen Informationsplattform des Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie unter
www.stmwi.bayern.de/coronavirus
finden Sie einen kompakten und laufend aktualisierten Überblick über alle aktuellen finanziellen Überbrückungshilfen (Darlehen, Bürgschaften etc.).

Darüber hinaus gibt es eine Coronavirus-Hotline des Staatsministeriums:

 089 2162-2101

(Montag - Donnerstag: 07:30 - 17:00 Uhr, Freitag: 07:30 - 16:00 Uhr)



Grundsicherung/Hartz IV für Selbstständige – Arbeitslosengeld II für Aufstocker

Anspruch auf die Leistungen der Grundsicherung nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) haben nicht nur erwerbsfähige und arbeitssuchende Menschen, sondern auch Selbstständige und Freiberufler. Hartz IV-Empfänger können grundsätzlich jede selbstständige Tätigkeit ausüben. Dies bedeutet auch, dass bei Selbstständigkeit Anspruch auf das Arbeitslosengeld II besteht, wenn das erzielte Einkommen nicht zur Deckung des Lebensunterhalts ausreicht.



Arbeitslosengeld I für Selbstständige

Selbstständige, die von der Möglichkeit der Antragspflichtversicherung („freiwillige Weiterversicherung in der Arbeitslosenversicherung“) nach §28a SGBIII Gebrauch gemacht haben, und deren wöchentliche Arbeitszeit bedingt durch die Corona-Krise auf unter 15 Stunden fällt, können möglicherweise einen Antrag auf Arbeitslosengeld I stellen.



Steuerstundung

Einkommen-, Körperschaft-, Kirchen- und Umsatzsteuer sowie Solidaritätszuschlag können gestundet sowie Vorauszahlungen der Gewerbesteuer auf null gesetzt werden, wenn glaubhaft gemacht wird, dass für die fehlende Liquidität die Corona-Epidemie ursächlich ist. Auf die Erhebung von Stundungszinsen für den aktuellen Zeitraum der Stundung wird verzichtet. Bei Fragen zur Stundung der Gewerbesteuer entscheidet grundsätzlich die betroffene Kommune.

Bitte sprechen Sie zu diesen Möglichkeiten mit Ihrem zuständigen Finanzamt und/oder Ihrem Steuerberater.

Steuervorauszahlungen zurückerhalten und stunden

Eine der steuerlichen Hilfsmaßnahmen, die anlässlich der Corona-Pandemie durch die Finanzverwaltung gewährt werden, ist die in der Regel zinslose Stundung der am 19. März 2020 fälligen und der bis zum 31. Dezember 2020 fällig werdenden Steueransprüche. Die Stundungen werden ohne Angaben einer beantragten Stundungsdauer zunächst für einen Zeitraum von drei Monaten gewährt. Davon ausgehend, dass die „ersten“ durch die Finanzverwaltung gewährten Stundungen im Laufe des Aprils ausgesprochen wurden, ist damit zu rechnen, dass die Laufzeiten dieser Stundungen kurz vor der Beendigung stehen und damit die Steueransprüche fällig werden.
Wir weisen daher vorsorglich darauf hin, dass die Möglichkeit eines Antrags auf Anschlussstundung zusammen mit dem Steuerberater geprüft werden sollte. Im Rahmen des Antrages sind die aktuellen wirtschaftlichen Verhältnisse und damit die weiter bestehende unmittelbare Betroffenheit von der Corona-Pandemie darzulegen. Die Angaben zu möglichen Zahlungsmodalitäten sollten sinnvollerweise den Antrag ergänzen.

Sollte sich später herausstellen, dass 2020 doch Gewinne erwirtschaftet werden konnten, ist diese "Liquiditätshilfe" wieder zurückzuerstatten. Solange das Unternehmen allerdings Verluste oder keine Gewinne ausweist, muss nicht zurückgezahlt werden. Diese Verrechnung erfolgt mit der Einkommensteuererklärung für 2020, die erst im Verlauf der Jahre 2021/2022 eingereicht wird.  Weitere Details sowie eine Beispielrechnung sind im verlinkten Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen (24. April 2020) zu finden.

Bitte sprechen Sie zu diesen Möglichkeiten ebenfalls mit Ihrem zuständigen Finanzamt und/oder Ihrem Steuerberater.



Kursbetriebe sowie Durchführung von Prüfungen

Zum 16. Juni 2020 konnte aufgrund der Änderung der Verordnung der Fünften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung der Kursbetrieb und die anstehenden Prüfungen wieder aufgenommen werden. Meisterkurse, Fortbildungskurse und überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen für die Grund- und Fachstufe sowie Prüfungen, finden unter Einhaltung von Infektionsschutzmaßnahmen statt.

Die Handwerkskammer für Unterfranken informiert alle Kurs- und Prüfungsteilnehmer zeitnah und teilt sämtliche Termine rechtzeitig mit.

Kurs- und Prüfungsteilnehmer/innen werden gebeten die Hygiene- und Sicherheitsvorschriften einzuhalten.

FAQ - Prüfungen in der Aus- und Weiterbildung - Auswirkungen des Coronavirus (Stand: 23. Oktober 2020, Handwerkskammer für Unterfranken)



Hilfsprogramm für Ausbildungsbetriebe in der Corona-Krise

Mit dem Programm "Ausbildungsplätze sichern" unterstützt die Bundesregierung Ausbildungsbetriebe in der Corona-Krise. Konkret können sie unter bestimmten Voraussetzungen Prämien erhalten, wenn sie das Ausbildungsniveau trotz Krise erhalten oder sogar erhöhen.

Auch Unternehmen, die Lehrlinge aus Corona-bedingt insolventen KMU übernehmen können eine Förderung erhalten.

ausführliche Informationen zum Hilfsprogramm "Ausbildungsplätze sichern"



Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) zu den Auswirkungen der Corona-Ausbreitung

Die Auswirkungen des Coronavirus auf die deutsche Wirtschaft insgesamt und auf Handwerksbetriebe sind erheblich. Um immer wieder ein aktuelles Bild von der Betroffenheit der Betriebe zu erhalten, führt der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) gemeinsam mit vielen Handwerkskammern und Fachverbänden des Handwerks seit März 2020 regelmäßig eine Umfrage durch.

Allen Betrieben, die sich in diesen wirtschaftlich herausfordernden Zeiten die Zeit nehmen, an der Befragung teilzunehmen, im Voraus vielen Dank!

Der nächste Umfragezeitraum wird an dieser Stelle bekanntgegeben.



Aktueller Linktipp

 www.deutsche-handwerks-zeitung.de/corona



Hinweis: Die hier aufgeführten Informationen wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt. Dennoch können wir aufgrund der aktuellen Lage eine Vollständigkeit und permanente Aktualität nicht immer gewährleisten.